Überflugrechte verweigert: Deutschland stellt Bundeswehr-Einsatz in Mali ein

© AP Photo / Thomas KienzleElitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv)
Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv) - SNA, 1920, 12.08.2022
Deutschland sagt seine Teilnahme an der UN-Friedensmission Minusma im westafrikanischen Staat Mali vorerst ab. Wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Freitag mitteilte, habe die malische Regierung der Bundeswehr zum wiederholten Mal die Überflugrechte verweigert.
Mit dem Flug sollte das Personal vor Ort turnusmäßig ausgetauscht werden. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht teilte mit, man müsse Maßnahmen ergreifen und stelle „die Operationen unserer Aufklärungskräfte und die Transportflüge“ bis auf Weiteres ein.
Ohne das neue Personal, das die sich Mitte August zurückziehenden französischen Streitkräfte teilweise ersetzen solle, sei „die Sicherheit vor Ort nicht mehr zu gewährleisten, so der Sprecher weiter.
Laut „Spiegel“ sitzen mittlerweile mehr als 100 deutsche Soldaten in Mali fest, deren Einsatzzeit bereits beendet ist. Die Bundeswehr plante, das gesamte deutsche Kontingent im September auszutauschen. In der Regel sind die deutschen Soldaten für sechs Monate in Mali eingesetzt.
Die Ablehnung des Überflugs erfolgte trotz den Zusicherungen von Malis Verteidigungsminister Sadio Camara in einem Telefonat mit Lambrecht am Donnerstag.
Laut dem Regierungssprecher Steffen Hebestreit sei Deutschland grundsätzlich weiterhin bereit, sich an der internationalen Friedensmission zu beteiligen. Das mache allerdings nur Sinn, wenn das von der dortigen Regierung unterstützt werde.
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