Russischer Auslandsgeheimdienst: Ukraine übergibt Kontrolle über eigene Wirtschaft an Polen

© SNA / Jewgenija NowoscheninaUnabhängigkeitsdenkmal am Platz der Unabhängigkeit der Ukraine in Kiew (Archivbild)
Unabhängigkeitsdenkmal am Platz der Unabhängigkeit der Ukraine in Kiew (Archivbild) - SNA, 1920, 08.08.2022
Dem russischen Auslandsgeheimdienst SWR vorliegende Angaben sprechen dafür, dass die ukrainischen Behörden allmählich die Kontrolle über die nationale Wirtschaft an das benachbarte Polen übergeben.
„Die beim Geheimdienst eingehenden Informationen zeugen davon, dass Warschau seine weitreichenden Pläne in Bezug auf die Ukraine allmählich umsetzt. Es wird immer offensichtlicher, dass es nicht nur um die mögliche Entsendung ‚polnischer Friedenskräfte‘ in westliche Gebiete des Nachbarstaates, sondern um die Errichtung der Kontrolle über dessen besonders aussichtsreiche Wirtschaftszweige geht.“
So nutzten polnische Unternehmen die komplizierte Situation der ukrainischen Landwirte und kauften bei ihnen Agrarerzeugnisse zu niedrig festgesetzten Preisen. In manchen Fällen führe dies zum Bankrott landwirtschaftlicher Betriebe. Den Besitzern werde dann angeboten, ihre Aktiva und ihr Land zu Dumpingpreisen zu verkaufen.
Parallel dazu investiere die polnische Seite in den Aufbau einer Verkehrs- und Logistik-Infrastruktur, um ungehindert Lebensmittel auf Märkte mit viel höheren Preisen bringen zu können.
Die von Kiew gebildete juristische Basis soll zur Umsetzung der Bestrebungen Warschaus beitragen. Es handelt sich dabei um das von der Obersten Rada Ende Juli verabschiedete Gesetz über Sondergarantien für polnische Bürger sowie um das Privatisierungsgesetz, das den Verkauf ukrainischer Industriebetriebe mit 50 Prozent Rabatt erlaubt.
Der Auslandsgeheimdienst konstatiert, dass die Behörden in Kiew im Grunde genommen mit dem Ausverkauf ihres Landes begonnen haben.
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