Nach Vorwürfen: RBB-Intendantin Schlesinger tritt als ARD-Vorsitzende zurück

© AP Photo / Michael SohnARD (Symbolbild)
ARD (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.08.2022
Angesichts zahlreicher Vorwürfe hat die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, am Donnerstag mit sofortiger Wirkung ihr Amt als ARD-Vorsitzende aufgegeben, teilte die ARD-„Tagesschau“ am Donnerstag mit.
Zu den Hintergründen des Rücktritts gehören demnach Vorwürfe der Vetternwirtschaft, lukrative Verträge, teure Abendessen und ein Luxusdienstwagen. Derzeit läuft eine externe Untersuchung einer Anwaltskanzlei.
„Die Geschäftsleitung des RBB und ich sehen unsere Hauptaufgabe jetzt darin, zur Aufklärung dieser Vorwürfe beizutragen und unser Hauptaugenmerk auf den RBB zu richten. Deshalb geben wir den Vorsitz jetzt ab“, so die Senderchefin in einer Pressemeldung.
Den Posten bis zum Jahreswechsel soll nun WDR-Intendant Tom Buhrow übernehmen. Bei einer Hauptversammlung im September könne dann ein neuer Vorsitz bestimmt werden, der vom 1.1.2023 im Amt wäre.
Die 61-Jährige ist seit 2016 Intendantin des RBB und soll ihre Position bis 2026 ausüben.
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