Wegen Hassrede: Mitarbeiterin des norwegischen Konsulats soll aus Russland ausgewiesen werden

CC BY 2.0 / Wikimedia Commons / Norwegische Botschaft in Moskau
Norwegische Botschaft in Moskau - SNA, 1920, 04.08.2022
Die Verwaltungsangestellte des norwegischen Konsulats, Elisabeth Ellingsen, die sich in einem Hotel in der nordrussischen Stadt Murmansk russlandfeindlich geäußert und eine Hotelangestellte beschimpft hat, müsse das Land verlassen, erklärte das Außenministerium nachdem es den norwegischen Botschafter in Moskau einbestellt hat.
„Am 4. August wurde der Botschafter des Königreichs Norwegen Rune Resaland ins russische Außenministerium einbestellt, das seinen nachdrücklichen Protest gegen das inakzeptable Verhalten der norwegischen Generalkonsulin Elisabeth Ellingsen äußerte, die sich am 6. Juli in einem Hotel in Murmansk zu beleidigenden russophobischen Äußerungen hinreißen ließ“, teilte das Ministerium mit.
Die Behörde fügte hinzu, dass sie dem Bedauern Oslos über den Vorfall Rechnung getragen habe, dass aber ein weiterer Aufenthalt Ellingsens im Land unmöglich sei. Die Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärte, die Behörde betrachte die Äußerungen der Konsulin als einen ungeheuerlichen Akt des Hasses.
Ende Juli kursierte im Internet ein Video, in dem Ellingsen eine Hotelangestellte beschimpfte und sagte unter anderem, dass sie Russen hasse. Der Grund für den Ausbruch war die Bitte des Managers, ein wenig zu warten, bis das Zimmer gereinigt werde. Dabei bezweifelte Ellingsen die Qualität der Reinigungsservices und griff auf eine Hassrede gegen die Russen als Nation zu.
„Ich hasse Russen! (…) Wissen Sie, ich bin an saubere Zimmer gewöhnt. Ich komme aus Skandinavien. [Ich bin] nicht irgendeine russische Frau, die irgendwie aufräumt. Das ist keine Reinigung!“
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