Deutscher Verbandschef Wolf plädiert für Rente mit 70 Jahren

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Rentner (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.08.2022
Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, hat am Montag vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre anzuheben, und dafür massive Kritik geerntet.
„Schaut man sich die demografische Entwicklung und die Belastungen der Sozial- und Rentenkassen an, dann sind die Reserven aufgebraucht. Wir werden länger und mehr arbeiten müssen“, sagte Wolf.
„Stufenweise werden wir auf das Renteneintrittsalter von 70 Jahren hochgehen müssen – auch weil das Lebensalter immer weiter steigt.“
Ansonsten werde das System mittelfristig nicht mehr finanzierbar sein.
Von Gewerkschaften und Sozialverbänden kam umgehend Protest. Die Ampel-Parteien haben ihrerseits in ihrem Koalitionsvertrag eine weitere Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters ausgeschlossen. Nach aktueller Rechtslage wird die Altersgrenze für die Rente ohne Abschläge bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.
SPD, Grüne und FDP vereinbarten zudem, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung in dieser Legislaturperiode nicht über 20 Prozent steigen soll. Er liegt derzeit bei 18,6 Prozent, wobei Arbeitnehmer und Arbeitgeber je die Hälfte zahlen.
Auch Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch äußerte seine Missbilligung zum Vorstoß des Gesamtmetallchefs. Vorschläge einer Rente ab 70 und einer 42-Stundenwoche in Deutschland seien „unsozialer Bullshit“.
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