Volksrepublik Lugansk meldet Beschuss von vier Ortschaften durch ukrainische Truppen

© SNA / Sergej Awerin / Zur BilddatenbankBeschädigte Häuser im Gebiet Lugansk
Beschädigte Häuser im Gebiet Lugansk - SNA, 1920, 03.03.2022
Die ukrainischen Truppen haben in den zurückliegenden 24 Stunden vier Ortschaften in der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk (LVR) beschossen. Dies geht aus einer Mitteilung der Vertretung der LVR beim Gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrum für Waffenstillstand und Stabilisierung der Trennungslinie (JCCC) hervor.
Demnach haben ukrainische Truppen binnen 24 Stunden Siedlungen der Volksrepublik Lugansk insgesamt viermal unter Beschuss genommen (Stand 3:00 Uhr Ortszeit am Donnerstag). Betroffen seien vier Orte. Derzeit würden genauere Angaben zu möglichen Opfern und Schäden präzisiert, hieß es in der Mitteilung der LVR-Vertretung beim JCCC im Messenger-Dienst Telegram.
Vertreter der OSZE-Mission im Donbass  - SNA, 1920, 02.03.2022
OSZE meldet Explosionen und Maschinengewehrbeschuss in Donezk, Charkiw und Cherson
Die Lage im Donbass ist in den letzten Wochen eskaliert. Kiew hat einen großen Teil seiner Armee an der Kontaktlinie im Donbass konzentriert. Die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) meldeten mehrfachen Beschuss durch ukrainische Streitkräfte, unter anderem unter Verwendung von durch das Minsker Abkommen verbotener Militärtechnik.
Angesichts der Gefahr eines drohenden Angriffs durch ukrainische Regierungstruppen kündigten die Chefs der Volksrepubliken eine vorübergehende Evakuierung ihrer Bürger in russische Regionen an. Die Evakuierung betrifft vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen. Eine allgemeine Mobilmachung wurde angekündigt. Am 19. Februar baten die Donbass-Republiken Russland darum, ihre Unabhängigkeit anzuerkennen.

Russische Spezialoperation im Donbass

Der russische Präsident, Wladimir Putin, hatte am 21. Februar Dekrete zur Anerkennung der LVR und der DVR sowie Freundschaftsverträge mit den Volksrepubliken unterzeichnet, die einen Tag später vom russischen Parlament ratifiziert wurden. In den Dokumenten wies Putin an, den Frieden in den Volksrepubliken mit Hilfe von russischen Streitkräften zu gewährleisten.
Am 24. Februar kündigte der russische Staatschef die Einleitung einer Spezialoperation zum Schutz der Bevölkerung von Donbass ein, die „acht Jahre lang der Misshandlung und dem Genozid seitens des Kiewer Regimes ausgesetzt“ sei. Die Operation ziele darauf ab, die Ukraine „zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren“ und diejenigen, die für Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Donbass verantwortlich seien, vor Gericht zu stellen.
Die Lage im Vorort von Mariupol - SNA, 1920, 02.03.2022
Donezker Volksmiliz blockiert Mariupol – Sprecher
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führen die russischen Truppen keine Raketen-, Luft- oder Artillerieangriffe auf ukrainische Städte durch. Das russische Militär führe ihre Schläge lediglich gegen die ukrainischen Streitkräfte und deren militärische Infrastruktur aus, die Zivilbevölkerung sei nicht bedroht. Mit Unterstützung der russischen Streitkräfte entwickeln die Volksmilizen der Donbass-Republiken eine Offensive. Von einer Besetzung der Ukraine könne jedoch keine Rede sein, betonte der russische Präsident.
Liebe Leser! Wegen der andauernden Hacker-Attacken auf unsere Webseite wird die Kommentar-Funktion für eine unbestimmte Zeit abgeschaltet. Abonnieren Sie uns bei Telegram und Facebook, wo Sie Ihre Diskussionen auch weiter ungehindert führen können. Um SNA-Videos auf Youtube wieder sehen zu können, installieren Sie ein VPN-Programm auf Ihren Geräten und aktivieren Sie es. Abonnieren Sie außerdem den Telegram-Kanal unseres Spezialprojektes Basta Berlin.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала