DVR meldet Beschuss durch ukrainische Truppen – zwei Verletzte, mehrere Zivilobjekte beschädigt

© SNA / Sergej Awerin  / Zur BilddatenbankLage an der Trennlinie, Siedlung Weseloje in der Region Donezk
Lage an der Trennlinie, Siedlung Weseloje in der Region Donezk  - SNA, 1920, 03.03.2022
Die ukrainischen Truppen haben in den zurückliegenden 24 Stunden das Territorium der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (DVR) 13 Mal unter Beschoss genommen. Dies geht aus einer Mitteilung der Vertretung der DVR beim Gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrum für Waffenstillstand und Stabilisierung der Trennungslinie (JCCC) hervor.
Bei dem mehrfachen Beschuss seien binnen 24 Stunden zwei Zivilisten verletzt worden (Stand 3:00 Uhr Ortszeit bzw. 01:00 Uhr MEZ am Donnerstag), teilte die DVR-Vertretung bei dem JCCC auf ihrem Telegram-Kanal mit. Zudem sei ein Haus beschädigt worden.
Insgesamt seien 113 Geschosse Munition abgefeuert worden. Unter anderem seien Granatwerfer des Kalibers 120 mm sowie des Kalibers 82 mm, Transport- und Schützenpanzer, Maschinengranatwerfer und großkalibrige Maschinengewehre eingesetzt worden.
Zwei Objekte der zivilen Infrastruktur seien „gezielt“ von den ukrainischen Truppen angegriffen worden. Eine Hochdruckgasleitung in der Stadt Gorlowka sei beim Beschuss beschädigt worden. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde wurden die Schäden an der Gasleitung erfolgreich behoben.
Ein Soldat der selbsternannten Volksrepublik Donezk - SNA, 1920, 02.03.2022
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Außerdem sei das Wärmekraftwerk Sujewskaja (in der Stadt Sugres – Anm. d. Red.) in der Nacht zum Donnerstag beschossen worden. Laut dem DVR-Stab für territoriale Verteidigung wurde bei dem Beschuss das Kesselhaus des Kraftwerks beschädigt. Verletzt wurde demnach niemand. Dies sein nicht das erste Mal, als das Wärmekraftwerk von ukrainischen Truppen beschossen worden sei: erst am späten Dienstagabend sei es zu einem Beschuss seitens der ukrainischen Streitkräfte gekommen.

Lage im Donbass und Russlands Spezialoperation in der Ukraine

Die Lage im Donbass ist in den letzten Wochen eskaliert. Kiew hat einen großen Teil seiner Armee an der Kontaktlinie konzentriert. Die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) meldeten mehrfachen Beschuss durch ukrainische Streitkräfte, unter anderem unter Verwendung von durch das Minsker Abkommen verbotener Militärtechnik.
Angesichts der Gefahr eines drohenden Angriffs durch ukrainische Regierungstruppen kündigten die Chefs der Volksrepubliken eine vorübergehende Evakuierung ihrer Bürger in russische Regionen an. Die Evakuierung betrifft vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen. Eine allgemeine Mobilmachung wurde angekündigt. Am 19. Februar baten die Donbass-Republiken Russland darum, ihre Unabhängigkeit anzuerkennen.
Der russische Präsident, Wladimir Putin, hatte am 21. Februar Dekrete zur Anerkennung der LVR und der DVR sowie Freundschaftsverträge mit den Volksrepubliken unterzeichnet, die einen Tag später vom russischen Parlament ratifiziert wurden. In den Dokumenten wies Putin an, den Frieden in den Volksrepubliken mit Hilfe von russischen Streitkräften zu gewährleisten.
Ein Volkswehr-Kämpfer in Lugansk (Archivfoto) - SNA, 1920, 03.03.2022
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Am 24. Februar kündigte der russische Staatschef die Einleitung einer Spezialoperation zum Schutz der Bevölkerung von Donbass an, die „acht Jahre lang der Misshandlung und dem Genozid seitens des Kiewer Regimes ausgesetzt“ sei. Die Operation ziele darauf ab, die Ukraine „zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren“ und diejenigen, die für Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Donbass verantwortlich seien, vor Gericht zu stellen.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führen die russischen Truppen keine Raketen-, Luft- oder Artillerieangriffe auf ukrainische Städte durch. Das russische Militär führe ihre Schläge lediglich gegen die ukrainischen Streitkräfte und deren militärische Infrastruktur aus, die Zivilbevölkerung sei nicht bedroht. Mit Unterstützung der russischen Streitkräfte entwickeln die Volksmilizen der Donbass-Republiken eine Offensive. Von einer Besetzung der Ukraine könne jedoch keine Rede sein, betonte der russische Präsident.
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