Ukrainische Neonazisten müssen für ihre Verbrechen zahlen – Kreml-Sprecher

© SNA / StringerEin Nationalist bemalt das Denkmal des Ruhmes in Lviv.
Ein Nationalist bemalt das Denkmal des Ruhmes in Lviv. - SNA, 1920, 02.03.2022
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat präzisiert, was die von Russland geforderte „Entnazifizierung“ der Ukraine vorsieht – ukrainische Neonazis müssen für ihre Kriegsverbrechen bestraft, die nationalistischen Bataillone liquidiert werden. Dabei verwies er darauf, dass Europa diese Nazis loyal behandelt habe.
„Dort agiert eine riesige Zahl von nationalistischen Militäreinheiten. Anhänger von Bandera (Stepan – Anm. der Red.), einfach Nationalisten, Bataillone und so weiter“, sagte Peskow. Es gehe um „echte Neonazis“, die im Südosten der Ukraine Menschen gefoltert und erschossen haben, aber weder von der Ukraine noch von europäischen Ländern angemessen verurteilt wurden.
„Damals haben wir leider keine solche Einigkeit des Westens gesehen, und niemand hat sie gesehen. Aus irgendeinem Grund ist es den Abgeordneten des Europäischen Parlaments nie in den Sinn gekommen, gegen die Ermordung dieser Menschen im Südosten des Landes zu protestieren. Aber leider muss jemand diese Leute bestrafen“, sagte Peskow.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv) - SNA, 1920, 02.03.2022
Lawrow: Russland wird keine Atomwaffen in Ukraine zulassen
Am 21. Februar hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die Unabhängigkeit der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk anerkannt und drei Tage später einen Sondermilitäreinsatz zur „Demilitarisierung und Entnazifizierung“ der Ukraine eingeleitet.
Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus und brach die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Entnazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
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