Situation um Nord Stream 2 offenbarte Deutschlands „wahren Platz“ auf Weltbühne – Lawrow

© SNA / Russian Foreign Ministry / Zur BilddatenbankRusslands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv)
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv) - SNA, 1920, 02.03.2022
Nach Ansicht des russischen Außenministers, Sergej Lawrow, hat die Situation um die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 allen deutlich vor Augen geführt, „welchen Platz“ Europa, einschließlich Deutschland, auf der Weltbühne einnimmt – und zwar „einen untergeordneten“.
Wie Lawrow am Mittwoch in einem Interview des TV-Senders Al Jazeera bezüglich des Stopps des Zertifizierungsverfahrens für die Pipeline erklärte, ist Russland „auf alles vorbereitet“ gewesen.
Der Außenminister habe keine Zweifel daran gehabt, dass die EU und „natürlich die Nato“ den Vereinigten Staaten gehorsam folgen würden – insbesondere, als das Schicksal von Nord Stream 2 klar geworden sei.

„Auch wenn es wieder gestartet würde (die Entscheidung liegt wahrscheinlich nicht bei uns), komme was da wolle, ist es schon jetzt klar, dass Nord Stream 2 seine Rolle in der Geschichte gespielt hat, weil es deutlich gezeigt hat, welchen Platz Europa, einschließlich Deutschland, auf der Weltbühne tatsächlich einnimmt – einen absolut untergeordneten und abhängigen Platz“, machte Lawrow deutlich.

Nord Stream 2

Nord Stream 2 ist eine Tochtergesellschaft des russischen Gaskonzerns Gazprom und hat ihren Hauptsitz in Zug, gut 30 Kilometer südlich von Zürich. Die durch die Ostsee verlegte und fertig gestellte Pipeline sollte russisches Gas nach Deutschland bringen. Die Bundesregierung hat das Genehmigungsverfahren für Nord Stream 2 angesichts der russischen Spezialoperation im Donbass Ende Februar auf Eis gelegt.
In der vorigen Woche hat der russische Präsident, Wladimir Putin, einen militärischen Spezialeinsatz zum Schutz der Volksrepubliken Lugansk und Donezk angekündigt. Russland habe nicht vor, die Ukraine zu besetzen – es gehe ausschließlich um ihre „Demilitarisierung und Entnazifizierung“. Die russische Armee werde auf Bitten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten, erklärte Putin.
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und der russische Außenminister Sergej Lawrow beim Treffen in Moskau am 18. Januar 2022 - SNA, 1920, 02.03.2022
Moskau über „historische Verantwortung“ Deutschlands erstaunt – Lawrow
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