Sechs Ortschaften im Donbass von ukrainischen Streitkräften nachts beschossen – LVR

© SNA / Valery MelnikovEin Mann entfernt ein Schrapnell aus einem zerbrochenen Fenster eines Wohnhauses in der Stadt Schastie in der Volksrepublik Luhansk.
Ein Mann entfernt ein Schrapnell aus einem zerbrochenen Fenster eines Wohnhauses in der Stadt Schastie in der Volksrepublik Luhansk. - SNA, 1920, 02.03.2022
Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht zum Mittwoch mehrmals die Volksrepublik Lugansk beschossen. Betroffen sind sechs Ortschaften. Das teilte die Vertretung der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk (LVR) beim gemeinsamen Zentrumzur Kontrolle und Koordination der Waffenruhe mit.
In der Stadt Perwomajsk wurden demnach zwölf Häuser und eine Mitteldruckgasleitung beschädigt. In Kirowsk seien zwei Häuser und die Stromleitung beschädigt worden.
Laut einer Mitteilung hat die Volksmiliz bereits 40 Ortschaften von ukrainischen Streitkräften befreit. 34 ukrainische Militärangehörige sind seit dem Beginn der Operation an die Seite der Lugansker Volksmiliz übergegangen. Fünf von ihnen brauchen medizinische Hilfe und werden behandelt.
Ein zerstörtes Haus in der Volksrepublik Donezk - SNA, 1920, 01.03.2022
Ukrainische Nationalisten erschießen in Wolnowacha Zivilisten mit weißer Flagge – DVR
Am 21. Februar hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk anerkannt und drei Tage später einen Sondermilitäreinsatz zur „Demilitarisierung und Denazifizierung“ der Ukraine eingeleitet.
Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus und brach die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
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