Lawrow: Moskau bietet Kiew Verhandlungen und nicht die Kapitulation an

© SNA / Pressedienst des russischen außenministeriums / Zur BilddatenbankRusslands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv)
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv) - SNA, 1920, 02.03.2022
Russlands Forderungen an die Ukraine können laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow nicht als Aufforderung zur Kapitulation eingestuft werden.
„Ich glaube nicht, dass dies auf diese Weise (als Kapitulation – Anm. d. Red.) eingestuft werden kann. Die Hauptsache hier ist nicht der Begriff, der verwendet wird. Wir schlagen eine Vereinbarung vor. Sie wird die gesetzlichen Rechte aller in der Ukraine lebenden Völker, einschließlich aller nationalen Minderheiten, ihre Gleichberechtigung sicherstellen“, sagte Lawrow in einem Interview mit dem Fernsehsender al-Jazeera.
„Dies sollte sich in der Gesetzgebung der Ukraine widerspiegeln, wo es jetzt ein Gesetz über drei indigene Völker gibt, als hätte es überhaupt nie Russen auf ukrainischem Boden gegeben. Das sind die Dinge, die bereits die gesetzliche Grundlage für eine weitere antirussische Politik und nicht nur antirussische schaffen“, so Lawrow weiter.
„Wenn die ukrainischen Behörden den jetzt diskutierten Bedingungen zustimmen, dann wird es eine Vereinbarung geben”, betonte der Minister.
Russland ist ihm zufolge bereit, die Frage der Sicherheitsgarantien während der zweiten Gesprächsrunde mit der Ukraine zu erörtern. Die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski über den Wunsch, Sicherheitsgarantien zu erhalten, nannte er einen positiven Schritt.
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Wollte jemand diesen Konflikt?

Lawrow schloss nicht aus, dass jemand wollte, dass Russland in einen absichtlich geschaffenen und vom Westen verursachten Konflikt um die Ukraine verstrickt werde.
Auf die Frage, ob Russland in diesen Krieg in der Ukraine gelockt wurde und ob der Westen Moskau provoziert habe, sich in diesen „Sumpf“ zu begeben, sagte er: „Ich schließe nicht aus, dass es so war.“
Er betonte, westliche Politikwissenschaftler würden jetzt schreiben, dass dieser Konflikt den Amerikanern ermöglichen solle, sich mit der Eindämmung Chinas zu beschäftigen. „Eine absolut zynische neokoloniale philosophische Denkweise ist für unsere westlichen Partner typisch“, merkte er an.
Russland ging in seiner Entschlossenheit, weiteres Blutvergießen in der Ukraine zu verhindern, nicht von den Plänen des Westens aus, sondern von den äußerst beunruhigenden Tatsachen, die die von Moskau getroffenen Entscheidungen bestimmten:
„Wir haben unsere Entscheidungen anhand der Tatsachen vor Ort getroffen. Sie waren äußerst beunruhigend. Der Westen hat alles getan, um diese materiellen Tatsachen für Russland immer bedrohlicher werden zu lassen.“
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