Bundeswehr-Oberstleutnant: Russland muss sich auf Guerilla- und Häuserkampf in Ukraine einstellen

© AP Photo / Matthias SchraderEin Bundeswehrsoldat (Symbolbild)
Ein Bundeswehrsoldat (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.03.2022
Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands rechnet in der Ukraine mit einem „erbitterten Häuserkampf“ in den nächsten Tagen. Das erklärte er am Mittwoch im „ARD-Morgenmagazin“. Der Bericht spricht davon, dass Russlands Militär der Ukraine zwar überlegen sei, aber im Guerillakrieg Probleme bekommen könnte.
Im Ukraine-Konflikt rechnet der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands (DBWV), André Wüstner, in den nächsten Tagen mit einem Guerillakrieg in den Städten. Das erklärte der Oberstleutnant am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin.
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Schwer zu beurteilen sei es, so der Bundeswehr-Mann, wie lange noch die auf dem Papier unterlegene ukrainische Armee den russischen Truppen standhalten könne.

„Wir erkennen ja, dass die Ukrainer heldenhaft kämpfen und Putins erste Welle massive Probleme hatte. Aber er führt eben Kräfte nach, im Osten, im Süden, aber auch vor allem im Norden. Der Angriff auf Kiew hat ja eine gewisse Symbolik. Ich gehe fest davon aus, dass wir in den nächsten Tagen noch bittere Kämpfe insbesondere um Kiew erleben werden.“

Ihn besorge die aktuelle Lage sehr. Er glaubt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin seine Angriffsbewegungen in den nächsten Tagen verstärken werde.
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Wüstner sagte einen Häuserkampf und Guerillakampf in den ukrainischen Städten voraus. Im Orts- und Häuerkampf hätten die Ukrainer mit ihren Panzerfäusten einen strategischen Vorteil.
Auch Deutschland liefert momentan Panzerfäuste ans ukrainische Militär. „Ich denke, diese Entscheidung war richtig“, kommentierte der Oberstleutnant. „Aber nichtsdestotrotz muss man in der Eskalationsspirale aufpassen, wie das Putin aufnimmt. Denn wir wollen diesen Konflikt nicht von außen maßgeblich verschärfen.“
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