Russlands Militäroperation: Zeman erwägt Entsendung tschechischer Söldner in Ukraine

© SNA / Alexej WitwizkijDer tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild)
Der tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild) - SNA, 1920, 01.03.2022
Tschechische Soldaten könnten sich bald den ukrainischen Militärs zur Verteidigung des Landes bei der Militäroperation Russlands anschließen. Darüber soll der tschechische Präsident Miloš Zeman mit Ministerpräsident Petr Fiala sowie mit dem Verteidigungsministerium beraten, wie das Onlineportal Echo24.cz berichtet.
Ansonsten verbietet das tschechische Gesetz den Eintritt von Tschechen in eine ausländische Armee unter Androhung einer Freiheitsstrafe von fünf bis zehn Jahren.
Der ukrainische Präsident, Wladimir Selenski, hat zuvor ausländische Bürger dazu aufgerufen, sich an der Verteidigung der Ukraine zu beteiligen. Tschechen können dies legal nur dann tun, wenn der Präsident der Republik eine Ausnahmegenehmigung erteile, heißt es.
Einige Politiker erwägen in diesem Zusammenhang eine Gesetzesänderung, die den Dienst in der ukrainischen Armee ermöglichen würde. Einige Länder haben ihren Bürgern bereits erlaubt, in der ukrainischen Armee zu dienen.
Wie der Sprecher des Präsidenten, Jiří Ovčáček, erklärte, befürwortet Zeman Ausnahmen für tschechische Bürger, die sich nun entscheiden können, sich an der Verteidigung der Ukraine zu beteiligen.

„Im Zusammenhang mit der Frage der Beteiligung tschechischer Staatsangehöriger an der Verteidigung der Ukraine wird der Präsident die Stellungnahmen der betroffenen Ministerien (des Verteidigungs-, Innen- und Außenministeriums) einholen und die Angelegenheit am Donnerstag mit Ministerpräsident Petr Fiala in Lány erörtern“, zitiert Echo24.cz Ovčáčeks Worte.

Außenministerium Russlands (Archivfoto) - SNA, 1920, 28.02.2022
Russlands Außenministerium: EU unterstützt Völkermord durch Waffenlieferungen an die Ukraine

Russische Sondermilitäroperation in Ukraine

Am vergangenen Donnerstag kündigte der russische Präsident Wladimir Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk an. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus und brach die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab.
Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe ausschließlich um ihre „Demilitarisierung und Entnazifizierung“. Laut dem Verteidigungsministerium sind die Ziele Objekte der militärischen Infrastruktur – die zivile Bevölkerung habe demnach nichts zu befürchten.
Nach Stand vom Montag haben russische Kräfte bisher 1114 Militärobjekte der Ukraine zerstört und die Luftherrschaft über dem ganzen Land erobert. Viele ukrainische Soldaten haben nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums kapituliert.
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