Volksrepublik Donezk meldet Minenwerfer-Beschuss von Gorlowka – zwei Zivilisten verletzt

© SNA / Sergej Awerin / Zur BilddatenbankEine Wohnung in Gorlowka wurde bei einem Beschuss beschädigt (BIld vom 25.02.22)
Eine Wohnung in Gorlowka wurde bei einem  Beschuss beschädigt (BIld vom 25.02.22) - SNA, 1920, 01.03.2022
Die ukrainische Armee hat am Dienstagmorgen die Stadt Gorlowka in der selbsterklärten Volksrepublik Donezk mit Minenwerfern unter Beschuss genommen. Dies geht aus einer Mitteilung im Telegram-Kanal der Vertretung der Republik beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung des Waffenstillstandes hervor.
Demnach wurden beim Beschuss gegen 6:30 Uhr Ortszeit zehn Minen des Kalibers 120 mm eingesetzt.
Am Dienstagmorgen teilte der Bürgermeister der Stadt, Iwan Prichodko, mit, dass zwei Zivilisten bei einem Beschuss durch das ukrainische Militär verletzt worden seien. Außerdem sei eine Wohnung im fünften Stockwerk eines mehrstöckigen Hauses mit einem ukrainischen Geschoss getroffen worden. Im Gebäude einer Poliklinik seien mehrere Fenster beim Beschuss zerbrochen worden.
Darüber hinaus sei in der benachbarten Kleinstadt Golmowski eine Gasleitung getroffen worden und in Flammen aufgegangen.
Am 21. Februar hatte der russische Präsident Wladimir Putin Dekrete zur Anerkennung der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk unterzeichnet, die 2014 ihre Unabhängigkeit von Kiew erklärt hatten.
Am 24. Februar kündigte der russische Staatschef die Einleitung einer Spezialoperation zur „Entmilitarisierung und Entnazifizierung“ der Ukraine an. In einer Ansprache an seine Mitbürger sagte er, die Umstände erforderten ein „entschlossenes und sofortiges Handeln“, da die Donbass-Republiken Moskau um Hilfe gebeten haben.
Es sei notwendig, alle Kriegsverbrecher, die für „blutige Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung“ im Donbass verantwortlich seien, vor Gericht zu stellen, betonte der russische Staatschef. Eine Besetzung der Ukraine komme aber nicht in Frage.
Das russische Verteidigungsministerium betonte, dass die russischen Streitkräfte keine Raketen-, Luft- oder Artillerieangriffe auf ukrainische Städte durchführen. Hochpräzise Waffen würden eingesetzt, um die militärische Infrastruktur, Flugabwehranlagen, Militärflugplätze und Flugzeuge der ukrainischen Streitkräfte auszuschalten. Die Zivilbevölkerung sei nicht bedroht.
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Die Volksmilizen der Donbass-Republiken entwickeln mit Unterstützung der russischen Streitkräfte eine Offensive. Bis Montagmorgen waren nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums mehr als 1100 Ziele der militärischen Infrastruktur der ukrainischen Armee getroffen worden, darunter Flugplätze, Kontrollzentren, Radarstationen. Die russischen Truppen haben demnach Gebiete um die Kernkraftwerke Tschernobyl und Saporischschja unter Kontrolle gebracht. Die Offensive werde in mehreren Richtungen geführt, die ukrainische Hauptstadt Kiew soll von Westen her blockiert sein. Eine detaillierte Karte der ukrainischen Regionen, in denen das russische Militär operiert, wurde jedoch noch nicht offiziell veröffentlicht.
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Russlands Verteidigungsministeriums gab zwar Verluste unter den russischen Soldaten zu, genaue Zahlen der Verletzten und Toten wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Die Zahl der Opfer unter den ukrainischen Truppen und den Nationalisten sei um ein Vielfaches höher, hieß es. Zudem wurden Fälle gemeldet, bei denen ukrainische Soldaten die Waffen niedergelegt und sich ergeben haben. Das russische Verteidigungsministerium versprach, dass die ukrainischen Soldaten, die ihre Waffen freiwillig niederlegten, sicher heimkehren würden.
Mehrere ukrainische Einheiten haben inzwischen Mehrfachraketenwerfer direkt in Wohngebieten von Kiew und anderen ukrainischen Städten stationiert. Der russische Präsident hat das Vorgehen als eine terroristische Taktik bezeichnet.
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