Ukrainischer Präsident Selenski zeigt Bereitschaft zu Verhandlungen mit Putin

© REUTERS / PRESIDENTIAL PRESS SERVICEDer ukrainische Präsident Wladimir Selenski während des Telefonats mit seinem Amtskollegen Joe Biden am 27. Januar 2022
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski während des Telefonats mit seinem Amtskollegen Joe Biden am 27. Januar 2022 - SNA, 1920, 01.03.2022
Der ukrainische Präsident, Wladimir Selenski, ist eigenen Angaben zufolge bereit, Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zur aktuellen Situation in der Ukraine zu führen.
„Die Welt hat bereits verstanden, dass es notwendig ist, den russischen Präsidenten an den Verhandlungstisch zu bringen, solange man noch bereit ist, sich mit ihnen (mit Russland – Anm. d. Red.) an den Verhandlungstisch zu setzen, und ich bin auch bereit“, sagte Selenski gegenüber CNN.
Um die Verhandlungen zu führen, so Selenski, seien mindestens „Andeutungen eines vollständigen Waffenstillstands“ notwendig.
„Zunächst einmal muss es mindestens angedeutet werden, dass es einen vollständigen Waffenstillstand geben wird. Man kann sich nicht an den Verhandlungstisch setzen, wenn Flugzeuge fliegen und Bombardierungen stattfinden“, sagte Selenski.
Selenski forderte in dem Interview außerdem erneut Sicherheitsgarantien vom Westen: „Wir sind bereit, über Sicherheitsgarantien zu sprechen. Wenn sie nicht bereit sind, die Ukraine in die Nato aufzunehmen, weil Russland nicht will, dass die Ukraine in der Nato ist, dann (wollen wir – Anm. d. Red.) gemeinsame Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Das bedeutet, dass wir unsere territoriale Integrität bewahren, dass unsere Grenzen geschützt sind, dass wir besondere Beziehungen zu all unseren Nachbarn unterhalten und dass wir völlig sicher sind.“ Dies solle auch „rechtlich korrekt“ gewährleistet werden.

Russische Sondermilitäroperation in Ukraine

Am vergangenen Donnerstag kündigte der russische Präsident Wladimir Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk an. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus und brach die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab.
Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe ausschließlich um ihre „Demilitarisierung und Entnazifizierung“. Laut dem Verteidigungsministerium sind die Ziele Objekte der militärischen Infrastruktur – die zivile Bevölkerung habe demnach nichts zu befürchten.
Nach Stand vom Montag haben russische Kräfte bisher 1114 Militärobjekte der Ukraine zerstört und die Luftherrschaft über dem ganzen Land erobert. Viele ukrainische Soldaten haben nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums kapituliert.
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Bundeskanzler Olaf Scholz  - SNA, 1920, 01.03.2022
Scholz warnt vor weiterer Eskalation in Ukraine
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