Ukrainische Nationalisten kapern rund 20 Autos von OSZE-Mission – Donezker Volksmiliz

© SNA / Sergej Awerin / Zur BilddatenbankEin Auto der OSZE-Sonderbeobachtermission in der Ukraine (Archivbild)
Ein Auto der OSZE-Sonderbeobachtermission in der Ukraine (Archivbild) - SNA, 1920, 01.03.2022
Ukrainische Nationalisten in der Stadt Kramatorsk haben nach Angaben der Donezker Volksmiliz rund 20 Fahrzeuge der Special Monitoring Mission (SMM) der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine gekapert. Das Schicksal der SMM-Beobachter ist unbekannt, wie die Volksmiliz auf ihrem Telegram-Account mitgeteilt hat.
„Nach operativen Informationen haben ukrainische nationalistische Formationen die Lage in Kramatorsk ausgenutzt und etwa zwanzig Fahrzeuge der OSZE-Sonderbeobachtermission gekapert“, heißt es in der Mitteilung. „Das Schicksal der Mitarbeiter der Mission ist nach wie vor nicht bekannt.“
Die betroffenen Fahrzeuge, die mit Kennzeichen „OSZE-Sonderbeobachtermission“ versehen seien, würden „zweifellos für Provokationen gegen das OSZE-Personal mit anschließenden Vorwürfen gegen die Volksmiliz der DVR verwendet werden“.
Am 21. Februar hatte der russische Präsident Wladimir Putin Dekrete zur Anerkennung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk unterzeichnet, die 2014 ihre Unabhängigkeit von Kiew erklärt hatten.
Am 24. Februar hatte Putin eine Spezialoperation in der Ukraine eingeleitet, um die Menschen im Donbass zu schützen, „die acht Jahre lang der Misshandlung und dem Genozid seitens des Kiewer Regimes ausgesetzt sind“. In einer Ansprache an seine Mitbürger sagte Putin, die Umstände erforderten ein „entschlossenes und sofortiges Handeln“, da die Donbass-Republiken Moskau um Hilfe gebeten haben. Das Ziel der Operation seien „Entmilitarisierung und Entnazifizierung“ der Ukraine. Es sei notwendig, alle Kriegsverbrecher, die für „blutige Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung“ im Donbass verantwortlich seien, vor Gericht zu stellen, betonte der russische Staatschef. Eine Besetzung der Ukraine komme aber nicht in Frage.
Ein MItarbeiter des Gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrums für Waffenstillstand und Stabilisierung der Trennungslinie (JCCC) im Dorf Luganskaja - SNA, 1920, 01.03.2022
Binnen 24 Stunden: LVR meldet mehrfachen Beschuss seitens ukrainischer Armee
Das russische Verteidigungsministerium betonte, dass die russischen Streitkräfte keine Raketen-, Luft- oder Artillerieangriffe auf ukrainische Städte durchführen. Hochpräzise Waffen würden eingesetzt, um die militärische Infrastruktur, Flugabwehranlagen, Militärflugplätze und Flugzeuge der ukrainischen Streitkräfte auszuschalten. Die Zivilbevölkerung sei nicht bedroht.
Die Volksmilizen der Donbass-Republiken entwickeln mit Unterstützung der russischen Streitkräfte eine Offensive. Bis Montagmorgen waren nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums mehr als 1100 Ziele der militärischen Infrastruktur der ukrainischen Armee getroffen worden, darunter Flugplätze, Kontrollzentren, Radarstationen. Die russischen Truppen haben demnach Gebiete um die Kernkraftwerke Tschernobyl und Saporischschja unter Kontrolle gebracht. Die Offensive werde in mehreren Richtungen geführt, die ukrainische Hauptstadt Kiew soll von Westen her blockiert sein. Eine detaillierte Karte der ukrainischen Regionen, in denen das russische Militär operiert, wurde jedoch noch nicht offiziell veröffentlicht.
Eine Wohnung in Gorlowka wurde bei einem  Beschuss beschädigt (BIld vom 25.02.22) - SNA, 1920, 01.03.2022
Volksrepublik Donezk meldet Minenwerfer-Beschuss von Gorlowka – zwei Zivilisten verletzt
Russlands Verteidigungsministeriums gab zwar Verluste unter den russischen Soldaten zu, genaue Zahlen der Verletzten und Toten wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Die Zahl der Opfer unter den ukrainischen Truppen und den Nationalisten sei um ein Vielfaches höher, hieß es. Zudem wurden Fälle gemeldet, bei denen ukrainische Soldaten die Waffen niedergelegt und sich ergeben haben. Das russische Verteidigungsministerium versprach, dass die ukrainischen Soldaten, die ihre Waffen freiwillig niederlegten, sicher heimkehren würden.
Mehrere ukrainische Einheiten haben inzwischen Mehrfachraketenwerfer direkt in Wohngebieten von Kiew und anderen ukrainischen Städten stationiert. Der russische Präsident hat das Vorgehen als eine terroristische Taktik bezeichnet.
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