Sanktionsdruck wird irgendwann nachlassen – Russlands Premier

© SNA / Alexandr Astafjew / Zur BilddatenbankRusslands Premierminister Mikhail Mischustin
Russlands Premierminister Mikhail Mischustin - SNA, 1920, 01.03.2022
Der Sanktionsdruck des Auslands auf Russland wird laut dem russischen Ministerpräsidenten Miсhail Mischustin schließlich nachlassen, und die Unternehmen, die in Russland weiterhin tätig sind, werden ihm zufolge schwarze Zahlen schreiben.
Vor dem Hintergrund der westlichen Sanktionen könnte es ausländischen Unternehmen in Russland vorübergehend untersagt werden, sich aus ihren Vermögenswerten zurückzuziehen, so Mischustin weiter. Er hat allerdings betont, dass Russland ausländische Unternehmen immer noch als potenzielle Partner betrachte und offen für einen Dialog mit konstruktiven Investoren sei. Er erinnerte auch daran, dass die Regierung in den letzten Jahren die Lokalisierung aktiv unterstützte und versuchte, sowohl Hersteller von Endprodukten als auch ihre Subunternehmer ins Land anzulocken, um die Produktion von Teilkomponenten mit den Kapazitäten russischer Unternehmen zu steigern.
„Wir erwarten, dass diejenigen, die in unser Land investiert haben, dort auch weiter arbeiten können. Ich bin sicher, dass der Sanktionsdruck irgendwann nachlassen wird und diejenigen, die den Parolen ausländischer Politiker nicht erliegen und ihre Projekte in unserem Land nicht einschränken werden, gewinnen werden“, sagte Mischustin am Dienstag bei einem Treffen zur Entwicklung der russischen Wirtschaft.
Aus Erfahrung hat der russische Premier gesagt, es sei leicht, den Markt zu verlassen, aber es sei viel schwieriger, an eine Stelle zurückzukehren, die dicht von Wettbewerbern besetzt sei.

Nachhaltige Entwicklung der russischen Wirtschaft

Die Regierungskommission zur Verbesserung der nachhaltigen Entwicklung der russischen Wirtschaft wird laut Mischustin angesichts der neuen schwerwiegenden Sanktionen als Operativstab seine Tätigkeit fortführen.
„Seit 2018 arbeiten wir mit einer Regierungskommission zusammen, um die Nachhaltigkeit der Entwicklung der russischen Wirtschaft angesichts von Sanktionen zu verbessern. In ihrem Rahmen wurde viel getan, um der Verhängung von Sanktionen entgegenzuwirken. Jetzt wird die Kommission als Operativstab arbeiten, und ich werde ihre Arbeit persönlich leiten. (Der erste stellvertretende Premierminister – Anm.d.Red.) Andrej Belousow und (der Moskauer Bürgermeister – Anm.d.Red.) Sergej Sobjanin werden meine Stellvertreter“, sagte Mischustin bei einem Treffen zur Entwicklung der russischen Wirtschaft.
Nach dem Beginn der militärischen Spezialoperation in der Ukraine kündigten die westlichen Länder neue Sanktionen gegen Russland an. Mehrere große russische Banken, darunter die Sberbank und die VTB, fielen unter die Sanktionen. Die Möglichkeit, ausländisches Kapital anzuziehen, wurde für einige staatliche Unternehmen erschwert.
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Schutz Russlands vor westlicher Aggression – Schoigu zu Aufgabe des Spezialeinsatzes in Ukraine
Für die Lieferung von Hightech-Produkten nach Russland wurden Beschränkungen eingeführt. Deutschland stoppte die Zertifizierung der Nord Stream 2-Gaspipeline. Die EU sperrte ihren Luftraum für russische Flugzeuge. Einige Staaten setzten Russlands Präsident Wladimir Putin, Außenminister Sergej Lawrow und andere ständige Mitglieder des russischen Sicherheitsrates auf Sanktionslisten.
Moskau erklärte, es habe im Vorfeld einen Aktionsplan ausgearbeitet und werde den von den Beschränkungen betroffenen Unternehmen jede notwendige Unterstützung zukommen lassen, um einen reibungslosen Ablauf der Wirtschaft zu gewährleisten. Die Regierung arbeitet auch an Gegenmaßnahmen, aber die Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
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