RDIF will sich mit allen Mitteln gegen US-Sanktionen wehren

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Der russische Direktinvestitionsfonds RDIF hat angekündigt, mit allen verfügbaren Mitteln gegen die Sanktionen vorzugehen, die die USA gegen den Fonds und seinen Chef verhängt haben. Dazu gehören laut einer Mitteilung auch Ersatzansprüche.
Nachdem das US-Finanzministerium am Montag die Sanktionen verhängt hat, will der russische Investitionsfonds nach eigenen Angaben „alle verfügbaren Mittel nutzen, um seine Rechte, seinen Ruf und seine rechtmäßigen Interessen zu verteidigen“. Diese Mittel beinhalteten auch „juristische Ersatzansprüche in relevanten Jurisdiktionen“, heißt es in einer Mitteilung des RDIF vom heutigen Dienstag.
Der Fonds sei nie in politische Aktivitäten involviert gewesen, unterhalte keine Beziehungen zur Ukraine und handele immer in völliger Übereinstimmung mit den Gesetzen des Landes, in dem investiert werde. Im Übrigen sei der RDIF der Ansicht, die Vereinigten Staaten seien entschlossen, „den konstruktiven Dialog zwischen Staaten zu zerstören“.
Der RDIF investiert in die Förderung neuer Technologien ebenso wie in die Entwicklung lebenswichtiger Testsysteme, Medikamente und Vakzine gegen das Coronavirus, so auch der Impfstoffe Sputnik V und Sputnik Light.
Die US-Regierung hat laut einer Mitteilung vom Montag vor dem Hintergrund der russischen Militäroperation in der Ukraine Sanktionen gegen den russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) und dessen Leiter, Kirill Dmitrijew, verhängt. Die Exportkontrollbehörde des US-Finanzministeriums (OFAC, Office of Foreign Assets Control) gab bekannt, dass die Restriktionen ein Ausdruck für das US-Engagement zur Unterstützung der Ukraine seien.
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Spezialoperation in der Ukraine

Am vergangenen Donnerstag hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer militärischen Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Entnazifizierung“.
Das Verteidigungsministerium betonte, dass dabei keine zivilen Ziele angegriffen werden. Danach kündigten viele westliche Länder groß angelegte Sanktionen gegen Russland an, vor allem gegen den Bankensektor, welche zu einer Abwertung des Rubels führten. Putin hat am gestrigen Montag Gegensanktionen erlassen, die unter anderem ein Verbot des Devisen-Transfers ins Ausland beinhalten.
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