Letzte OSZE-Beobachter sitzen in umkämpften ukrainischen Städten fest

© REUTERS / LEONHARD FOEGEROrganisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) - SNA, 1920, 01.03.2022
Einige Mitarbeiter der OSZE stecken derzeit noch in umkämpften Städten in der Ukraine fest. Das teilte die Organisation am Dienstag mit. Die OSZE hatte die Aufgabe, die Waffenstillstandslinie zwischen beiden Seiten des Konflikts zu beobachten. Ihr Mission hatte die OSZE am Donnerstag mit Ausbruch des Ukraine-Kriegs abgebrochen.
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat noch nicht alle ihre Beobachter aus der Ukraine abziehen können. Der Großteil des zuletzt rund 500 Personen starken Teams habe das Land verlassen, doch aus den umkämpften Städten Charkiw und Cherson seien noch keine Evakuierungen möglich gewesen, bestätigte das OSZE-Sekretariat am Dienstag in Wien.
„Wegen der anhaltenden militärischen Aktivitäten mit Geschützfeuer und Kämpfen, und wegen der dynamischen Verschiebung der Front“ würden die Beobachter dort weiterhin auf günstige Zeitfenster für den Abzug warten, hieß es in einem OSZE-Bericht. Auch aus den relativ ruhigeren östlichen Regionen Luhansk und Donezk seien einige Beobachter noch nicht evakuiert worden.
Ein Auto der OSZE-Sonderbeobachtermission in der Ukraine (Archivbild) - SNA, 1920, 01.03.2022
Ukrainische Nationalisten kapern rund 20 Autos von OSZE-Mission – Donezker Volksmiliz
Die OSZE hatte vorigen Donnerstag beschlossen, ihre Mission angesichts der russischen Invasion vorübergehend zu beenden und ihr unbewaffnetes internationales Team außer Landes zu bringen. Die Mission hatte vor allem die Aufgabe, in der Ostukraine die Waffenstillstandslinie zwischen staatlichen Truppen und pro-Russischen Separatisten zu überwachen.
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