BMW stoppt Produktion in Russland und warnt vor Lieferengpässen

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Logo des deutschen Autobauers BMW - SNA, 1920, 01.03.2022
BMW legt sein Geschäft in Russland als Reaktion auf die Situation in der Ukraine auf Eis.
„Aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation stellen wir bis auf Weiteres unsere lokale Produktion und den Export für den russischen Markt ein“, erklärte der Autobauer der Zeitung „Handelsblatt“.
Außerdem werde es wegen Lieferengpässen zu Produktionsunterbrechungen in deutschen und europäischen Werken kommen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Wo, wann und wie lange die Produktion unterbrochen werde, werde derzeit noch geprüft, sagte ein Sprecher.
BMW bezieht bisher Kabelbäume aus der West-Ukraine. „Mit unseren Lieferanten sind wir in intensiven Gesprächen“, sagte der Sprecher. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr mit dem russischen Partner Avtotor 12.000 Autos in Kaliningrad gebaut und insgesamt 49.000 Autos in Russland verkauft.
„Wir verurteilen die Aggressionen gegenüber der Ukraine und verfolgen mit großer Besorgnis und Betroffenheit die Entwicklungen“, teilte BMW mit. Der Konzern trage die Sanktionen gegen Russland ausdrücklich mit und unterstütze die betroffenen Menschen mit einer Sofortmaßnahme für eine Hilfsorganisation der Vereinten Nationen.
FDP-Chef Christian Lindner (Archivbild) - SNA, 1920, 01.03.2022
Lindner über westliche Sanktionen: „Kriegskasse von Putin ist empfindlich getroffen“
Im größten europäischen BMW-Werk Dingolfing werde die Fahrzeugproduktion in der kommenden Woche komplett ausfallen, sagte ein Sprecher der Mediengruppe „Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Davon seien mehrere Tausend Mitarbeiter betroffen. Wie es danach weitergehe, sei im Moment offen. Das Thema Kurzarbeit sei in Klärung.
Die Münchener sind seit 1999 in Russland aktiv. In Kaliningrad montiert, schweißt und lackiert der russische Fahrzeughersteller Avtotor für BMW Limousinen und SUVs. Aus Einzelteilen, die BMW an Avtotor aus dem Westen liefert, werden vor Ort in Russland vor allem schwere Geländewagen wie X5, X6 und X7 zusammengeschraubt. Durch die lokale Produktion vermeidet BMW hohe Einfuhrzölle.
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