Wegen Ukraine: Russland und Belarus sollen von sportlichen Großveranstaltungen ausgeschlossen werden

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Eishockey (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.02.2022
In einer Pressemitteilung hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gefordert, Russland und Belarus von allen internationalen Wettkämpfen auszuschließen. Zuvor hatte Finnland mitgeteilt, Russland und Belarus würden von der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren im Mai ausgeschlossen.
Bis auf Weiteres sollten Russland und Belarus aus der internationalen Sportfamilie ausgeschlossen werden, so der DOSB.
„Wir rufen die internationalen Sportverbände dazu auf, russische und belarussische Athleten vorerst nicht mehr zu Wettkämpfen zuzulassen und russische und belarussische Funktionäre von ihren Ämtern zu suspendieren.“
Weltweite Sanktionen auf allen gesellschaftlichen Feldern seien umso wirksamer, je mehr gesellschaftliche Akteure sich daran beteiligten. Das Ziel, den Krieg in der Ukraine schnellstmöglich zu beenden, rechtfertige diesen Schritt, wenngleich davon auch Athleten getroffen würden, die für diesen Schritt nicht verantwortlich seien.
„Auch der Sport muss hier seiner Verantwortung nachkommen und entsprechende Einschränkungen in Kauf nehmen.“
Zuvor hatte Finnland, Gastgeber der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren, verkündet, die Teams von Russland und Belarus von den Wettkämpfen auszuschließen. Gegenüber dem Präsidenten des Internationalen Eishockey-Verbandes IIHF, Luc Tardif, habe man erklärt, „dass es nicht möglich für Russland und Belarus sein wird, an der Weltmeisterschaft der Herren in Tampere und Helsinki im Mai teilzunehmen“, erklärte der Chef des finnischen Eishockey-Verbandes Harri Nummela am Montag.
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Für den Ausschluss russischer Sportler hat sich auch der Deutsche Behindertensportverband ausgesprochen. Dieser forderte am Montag deren Ausschluss von den Paralympischen Spielen. Zwar könnten die russischen Athleten nichts für den krieg in der Ukraine, sagte Verbandspräsident Friedhelm Beucher in einem Interview mit der „Welt“.
„Ein Verbot der Teilnahme russischer Sportler hingegen könnte nach meiner Einschätzung das nationalistische Bewusstsein des Herrn Putin schon mehr berühren.“
Auch die Verbände von Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Island
und der Färöer forderten einen Ausschluss der Russen und Belarussen. Zudem forderten sie das IPC auf, „alles in seiner Macht Stehende zu tun, um sicherzustellen, dass die ukrainischen Athleten an den Paralympics teilnehmen können“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung vom Montag.
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