Budapest will Lieferung tödlicher Waffen an Ukraine nicht durchlassen

© SNA / Ilya Pitalev / Zur BilddatenbankUngarns Außenminister Peter Szijjarto
Ungarns Außenminister Peter Szijjarto - SNA, 1920, 28.02.2022
Die Europäische Kommission hat sich kürzlich für Waffenlieferungen an Kiew entschieden. Laut dem ungarischen Außenminister Peter Szijjártó wird es allerdings keine Lieferungen tödlicher Waffen über Ungarn in die Ukraine geben.
„Über Ungarn werden keine Lieferungen tödlicher Waffen an die Ukraine erfolgen. Der Grund für diese Entscheidung ist, dass diese Lieferungen Gegenstand gewaltsamer Militäraktionen werden können, und ich möchte noch einmal betonen, dass wir die Sicherheit Ungarns und des ungarischen Volkes gewährleisten und sicherstellen müssen, dass wir uns nicht in einen Krieg verwickeln“, sagte Szijjártó in einer auf Facebook geposteten Videobotschaft.
Die Aufgabe der Regierung sei es, dafür zu sorgen, dass Ungarn nicht „am Krieg nebenan“ teilnehme. „Ungarn hat zur Aktivierung des europäischen Friedenssystems beigetragen, aber wir haben auch deutlich gemacht, dass wir keine Truppen und Waffen in die Ukraine schicken werden, weil wir in keinen Krieg verwirklicht werden wollen“, fügte Szijjártó hinzu.
Aufgrund der russischen Sonderoperation in der Ukraine haben die EU-Außenminister am Sonntag vereinbart, der ukrainischen Armee Waffen im Wert von 450 Millionen Euro und 50 Millionen Euro für andere Ausrüstung zu liefern.
Der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell - SNA, 1920, 27.02.2022
EU wird Kiew Waffen für 500 Millionen Euro liefern

Sonderoperation in der Ukraine

Am Donnerstagmorgen hatte Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
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