Ukrainische Armee kämpft gegen Zivilbevölkerung – Donezk-Chef Puschilin

© SNA / Alexej Malgawko / Zur BilddatenbankDer Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin
Der Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin - SNA, 1920, 28.02.2022
Die Lage an der Kontaktlinie in der Donbass-Republik Donezk bleibt weiter angespannt. Nach Angaben von Republikchef Denis Puschilin führen ukrainische Verbände dort weiterhin Krieg gegen die Zivilbevölkerung.
Der Kampf der ukrainischen Armee gegen die Zivilbevölkerung ist laut Puschilin „das Schrecklichste“, was man in der Donbass-Republik derzeit beobachten könne. Ein besonderes Ausmaß nimmt dieser Kampf demnach an, wenn die ukrainischen Truppen sich zurückziehen. „Sie versuchen, so viel Schaden wie möglich anzurichten. Dabei nehmen sie überhaupt keine Rücksicht darauf, wie vielen Menschen es dort ums nackte Überleben geht“, sagte der DVR-Chef in einem Fernsehinterview am heutigen Montag.

Ukraine beschießt Zivilisten im Donbass

So seien in der Volksrepublik Donezk allein in den vergangenen 24 Stunden durch den Beschuss von ukrainischer Seite weitere drei Menschen getötet und sechs verletzt worden, teilte er mit. Die Befreiung der Ortschaften in der DVR von ukrainischen Einheiten gehe indes weiter:

„Wir kommen langsam, aber sicher voran.“

Puschilin selbst geriet eigenen Angaben zufolge unter Beschuss. Für ihn sei es aber „reine Alltäglichkeit“, mit ihm sei „alles in Ordnung“. Dies passierte in der Siedlung Pawlopol circa 70 Kilometer südlich von Donezk, die am gestrigen Sonntag von den Donezker Kräften unter Kontrolle gebracht worden ist – eine von insgesamt 17 Ortschaften, die die Donezker Volksmiliz nach eigenen Angaben am 27. Februar befreit hat.
Angehöriger der Volksmiliz der Donezker Volksrepublik  - SNA, 1920, 28.02.2022
Donezker Volksmiliz auf Vormarsch in Richtung Mariupol

Sonderoperation in der Ukraine

Am Donnerstagmorgen hatte Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“.
Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach dem Stand vom Montag haben russische Kräfte 1114 Militärobjekte der Ukraine zerstört und die Luftherrschaft über dem ganzen Land erobert. Mehrere ukrainische Soldaten haben nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums kapituliert.
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