Shell will Beteiligung an Nord Stream 2 beenden

© AP Photo / Peter DejongEine Flagge mit dem Firmenlogo von Royal Dutch Shell (Symbolbild)
Eine Flagge mit dem Firmenlogo von Royal Dutch Shell (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.02.2022
Der europäische Partner des russischen Energieunternehmens Gazprom – Royal Dutch Shell (Großbritannien und Niederlande) – hat in einer Mitteilung von Montag bekanntgegeben, die Beteiligung an dem Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 beenden zu wollen.
Auch aus den Gemeinschaftsunternehmen mit Gazprom und mit ihm verbundenen Unternehmen wolle sich Shell zurückziehen, wobei auf eine 27,5-prozentige Beteiligung an der Flüssigerdgasanlage Sachalin-II, eine 50-prozentige Beteiligung an Salym Petroleum Development, aber auch auf das Energieunternehmen Gydan verzichtet werden solle.
Die Entscheidung des Unternehmens sei motiviert durch die aktuellen Ereignisse in der Ukraine, hieß es.
„Wir sind schockiert über den Verlust von Menschenleben in der Ukraine, was wir bedauern“, sagte der Geschäftsführer von Shell, Ben van Beurden.

Sonderoperation in der Ukraine

Am vergangenen Donnerstag kündigte der russische Präsident Wladimir Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk an. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus und brach die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab.
Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach dem Stand vom Montag haben russische Kräfte 1114 Militärobjekte der Ukraine zerstört und die Luftherrschaft über dem ganzen Land erobert. Mehrere ukrainische Soldaten haben nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums kapituliert.
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Verdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archivbild) - SNA, 1920, 28.02.2022
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