Lugansk: Anwohnerin bezieht Stellung zum Eintreffen der Volksmiliz Lugansk

© SNA / Sergej AwerinEin Volkswehr-Kämpfer in Lugansk (Archivfoto)
Ein Volkswehr-Kämpfer in Lugansk (Archivfoto) - SNA, 1920, 28.02.2022
Eine Verkäuferin aus der Volksrepublik Lugansk hat sich gegenüber SNA zu der aktuellen Situation und dem Rückzug der ukrainischen Truppen aus ihrer Ortschaft geäußert.
Die Frau freue sich über das Eintreffen der Volksmiliz Lugansk, sie hoffe ihre Familie bald wieder zu sehen:

„Ich kann meinen Sohn endlich sehen. Und meine Schwester – sie lebt in der Oblast Belgorod

(Föderationssubjekt Russlands an der Grenze zur Ukraine – Anm.d.Red.).“

Sie betonte, ihren Sohn bereits zwei Jahre wegen der Pandemiemaßnahmen nicht gesehen zu haben, ihre Schwester vier Jahre. Ihr Sohn lebe nur 15 Kilometer entfernt. „Ich fahre sofort, sobald alle (Grenzen– Anm.d.Red.) öffnen“, so die Anwohnerin.

Sie sei mit ihrer Familie über den Messenger-Dienst Whatsapp in Kontakt. Auch in der Nacht, als sich die ukrainischen Truppen aus ihrer Ortschaft zurückzogen, habe sie mit ihrem Sohn telefoniert.
„Zuerst dachte ich — geben die Ukrainer etwa auf? Dann habe ich genau hingesehen – unsere (Truppen, Anm. d Red.)!“, bezog sich die Frau auf das Erscheinen der Volksmiliz Lugansk.
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Sie hofft, dass das Leben in ihrem Dorf nun preiswerter werde. Nach Ankunft der Volksmiliz seien Lebensmittelpreise teils gesunken. Am Sonntag teilten Vertreter der Volksmiliz Lugansk mit, „acht Ortschaften von den ukrainischen Streitkräften befreit zu haben“. Die ukrainischen Truppen sollen bei ihrem Rückzug Wohnhäuser beschossen und Minen verlegt haben.

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Entnazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
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