Für „Wiedergutmachung”: Ukraine lässt Gefangene mit Kampferfahrung frei – Selenski

© REUTERS / Pressedienst des ukrainischen PräsidentenDer ukrainische Präsident Wladimir Selenski gibt eine Pressekonferenz. Kiew, 24. Februar 2022
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski gibt eine Pressekonferenz. Kiew, 24. Februar 2022 - SNA, 1920, 28.02.2022
Die ukrainischen Behörden werden Häftlinge mit militärischer Erfahrung aus dem Gefängnis entlassen. Dies hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenski in einer Videoansprache auf sozialen Netzwerken am Montag mitgeteilt.
„Unter dem Kriegszustand werden ukrainische Kämpfer mit echter Kampferfahrung aus der Haft entlassen und können ihre Schuld in den heißesten Phasen des Krieges wiedergutmachen“, sagte Selenski in der Ansprache via Telegram. Außerdem sollen gegen einige Personen, die an dem seit 2014 laufenden Konflikt in den Donbass-Republiken Donezk und Lugansk teilgenommen haben, alle Sanktionen aufgehoben werden.
„Es wurde eine Entscheidung getroffen, die moralisch schwierig, aber für unsere Verteidigung nützlich ist.“
Zuvor hatte der ukrainische Verteidigungsminister Alexej Resnikow via Facebook mitgeteilt, dass rund 18.000 Sturmgewehre an die Einwohner Kiews verteilt worden seien.
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Früher hatte das ukrainische Parlament in erster Lesung einen Gesetzentwurf über das Recht auf zivile Schusswaffen angenommen. Das Recht bezieht sich allerdings nicht auf kurzläufige Waffen. Der Gesetzentwurf erlaubt den Gebrauch von zivilen Schusswaffen zum Schutz von Leben, Gesundheit und Eigentum im Falle einer notwendigen Verteidigung oder eines extremen Notstands. Nach dieser Entscheidung der ukrainischen Behörden gab es in den lokalen Medien Berichte über Fälle von Plünderungen.
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Zuvor hatte der Abgeordnete der ukrainischen Partei „Oppositionsplattform – Für das Leben“, Ilja Kiwa, erklärt, die Territorialverteidigung in Kiew schieße auf Menschen auf der Straße und habe Dutzende von Bürgern getötet.

Sonderoperation in der Ukraine

Am Donnerstag hatte Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
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