Cheftrainer von Dynamo Moskau Sandro Schwarz: Ich bin nicht einer, der von Russland weg fliegt

© SNA / Aleksei FillipowCheftrainer des russischen Erstligisten Dynamo Moskau Sandro Schwarz
Cheftrainer des russischen Erstligisten Dynamo Moskau Sandro Schwarz - SNA, 1920, 28.02.2022
So kommentierte der Ex-Mainzer Sandro Schwarz, der den Tabellenführer der russischen Fußballmeisterschaft trainiert, das Gerede, er könnte den Klub vor dem Hintergrund des Geschehens in der Ukraine verlassen. Nach dem ersten Treffen der wiederaufgenommenen Meisterschaft, fragte man ihn, ob er nicht nach Deutschland zurückzukehren gedenkt.
Schwarz’ Antwort während der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Chimki (3:0) lautete: „Im Hinblick auf die aktuelle Situation kann ich mir schon denken, dass dies herumgesprochen wird. Wir sind alle Menschen. Es ist verständlich. Hier muss ich an meine persönliche Verantwortung gegenüber meiner Familie erinnern, die hier in Moskau lebt, gegenüber meinen Verwandten in Deutschland und meinen Freunden. Von den 14 Monaten, die ich bei dem Klub tätig bin, kann ich sagen, dass alle, die mit dem Klub zu tun haben, sich professionell verhalten, und ich mit ihnen gern verkehre. Ich fühle mich wohl bei diesem Job.“
Gegenwärtig stelle die Sicherheit der Menschen dort, wo sie sich befinden, die höchste Priorität dar, so der deutsche Cheftrainer weiter.
„Es sei betont, dass ich die Ideen des Klubs, all die Leute, die um mich sind — das Personal, die Spieler, die Trainer — mir ganz zu eigen gemacht habe. Ich bin nicht einer, der sich ein Ticket kauft, ins Flugzeug springt und von Russland weg fliegt. Das ist nicht meine Art. Ich fühle meine Verantwortung und bleibe bei dem Klub.“
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Gleichzeitig hatte Sandro Schwarz erläutert, warum die Ukrainer, der Verteidiger Iwan Ordez und der Trainer Andrei Woronin, das Spiel gegen Chimki versäumt hatten. Auf die Frage, ob Klarheit darüber bestehe, wann sie zurückkommen könnten, meinte er:
„Es ist schwer zu erraten, was morgen passiert. Ich habe Verständnis für Andrei Woronin und Iwan Ordez, die jetzt nicht mit dem Team sind. Ihre Position finde ich absolut nachvollziehbar.“
Der 43-jährige hat im Dezember den Kontrakt mit Dynamo verlängert. Der neue Vertrag gilt bis 2024. Sein Team führt mit 39 Punkten die Tabelle der Russlandmeisterschaft an, nachdem es den stärksten Klub des Landes, Zenit Petersburg um 1 Punkt überrundet hat. Der Klub vom Newa-Ufer tritt am 28. Februar gegen den FK Rubin Kasan auf eigenem Spielfeld an.
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