Youtube sperrt russischsprachigen Sender Sputnik in Ukraine

CC0 / Dadeval/Pixabay / Youtube (Symbolbild)
Youtube (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.02.2022
Das Videoportal Youtube hat den Sender Sputnik, der in russischer Sprache in der Ukraine berichtet, gesperrt. Das teilte der Sender am Sonntag auf Telegram mit.
„Youtube hat den Sender Sputnik, der in der Ukraine auf Russisch berichtet, gesperrt. Offensichtlich sind Fake News dort mehr gefragt“, heißt es in der Mitteilung.
„Roskomnadzor“, die russische Aufsichtsbehörde für Internet, hatte im November 2021 der Nachrichtenagentur „RIA Novosti“ mitgeteilt, dass es seit 2020 über 50 Fälle von Zensur russischer Medien und ihrer offiziellen Konten durch ausländische Internetplattformen gegeben habe, wobei Sputnik, RT und Anna News am häufigsten zensiert würden. Die Hälfte dieser Fälle sei auf Youtube zurückzuführen.
Die Aufsichtsbehörde teilte mit, dass sie derartige Maßnahmen der Youtube-Verwaltung als einen Akt der Zensur betrachte, der gegen die Grundprinzipien des freien Informationsflusses und des ungehinderten Zugangs zu Informationen verstoße.
Zuvor hatte das Unternehmen Facebook russischen Staatsmedien aufgrund der Situation in der Ukraine Werbung und Monetarisierung auf seiner Plattform untersagt.
Das soziale Netzwerk Twitter hatte seinerseits auch eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, darunter die Aussetzung von Werbung für Russen und Ukrainer sowie die vorübergehende Einstellung von Empfehlungen für Tweets, um die Verbreitung von beleidigendem Material zu verhindern.
Twitter (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.02.2022
Wegen Ukraine-Konflikts: Twitter geht gegen „manipulierte Medien“ vor
Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 21. Februar Erlässe über die Anerkennung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk unterzeichnet, die im Jahr 2014 die Unabhängigkeit von Kiew proklamiert hatten. Am 24. Februar startete Russland eine Spezialoperation zur Demilitarisierung der Ukraine, nachdem die Führungen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk Russland um Hilfe ersucht hatten. Für das weitere Blutvergießen werde das ukrainische Regime verantwortlich sein, sagte Putin in einer Fernsehansprache. Er rief die ukrainischen Soldaten auf, verbrecherische Befehle der Kiewer Machthaber nicht zu erfüllen, die Waffen niederzulegen und nach Hause zu gehen.
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