Trump vergleicht Ukraine-Konflikt mit Migration an US-Südgrenze

© AP Photo / Ross D. FranklinDer frühere US-Präsident Donald Trump
Der frühere US-Präsident Donald Trump - SNA, 1920, 27.02.2022
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zum Anlass genommen, um seinen Nachfolger, Joe Biden, für dessen Migrationspolitik zu kritisieren.
Internationale Medien berichteten am Sonntag über die Aussagen des ehemaligen US-Präsidenten bei der jährlichen politischen Konferenz mit konservativen Aktivisten und Volksvertretern „CPAC“ in Orlando (Florida). Trump sprach von „dummen“ Anführern in den USA und von einer „Katastrophe“ an der US-Südgrenze.

„Das Problem ist nicht, dass Putin schlau ist, denn natürlich ist er schlau. Das eigentliche Problem ist, dass unsere Anführer dumm sind. Dumm. So dumm“, sagte der ehemalige US-Präsident laut dem Fernsehsender „CNN“.

Er verurteilte die russische Militäroperation in der Ukraine, es sei ein „Skandal und eine Gräueltat“. Der Ex-Präsident kritisierte Biden und behauptete, dass in seiner Amtszeit eine „Invasion“ Russlands in die Ukraine nicht möglich gewesen wäre. Damals habe Russland Amerika respektiert, behauptete er.

Vergleich mit Migration in USA

„Wir haben eine Grenze, die eine Katastrophe ist. Es kommen Menschen in unser Land, die wir nicht wollen, die nicht gut für unser Land sind“, so Trump.
Die britische Internet-Zeitung „The Independent“ berichtete, dass Trump Demokraten kritisiere, die die Grenzen der Ukraine als heilig ansehen würden, während sie bereit seien, die Grenzen der USA zu zerstören und die Souveränität der Vereinigten Staaten zu opfern.

„Die Biden-Regierung hat Monate damit verbracht, sich darüber Gedanken zu machen, wie man eine Invasion eines fremden Landes, das Tausende Meilen entfernt ist, stoppen kann“, äußerte der ehemalige US-Präsident.

Trump verglich die Lage in der Ukraine mit der Migration über die US-Südgrenze.

„Ich glaube, die Amerikaner verdienen einen Präsidenten, der auch die Invasion in unser Land stoppen wird“, betonte Trump.

Situation in der Volksrepublik Donezk  - SNA, 1920, 27.02.2022
Volkswehrkommandeur: Volksmilizen befreien Ukraine von Nazis
In seiner Amtszeit als Präsident beschloss Trump entlang der Grenze zwischen den USA und Mexiko eine Mauer zu bauen, um den Grenzübertritt von Migranten zu verhindern. Auf mehr als 700 Kilometern Grenze wurde eine Mauer errichtet, wobei damit vor allem bereits bestehende Barrieren ersetzt wurden. Nachdem Joe Biden in sein Amt gewählt worden war, stoppte er das Bauprojekt.

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала