Russische Delegation wartet bis 13 Uhr auf Kiews Entscheidung zum Treffen in Gomel

© SNA / Alexandr KrjazhewRussische Delegation in Russlands Botschaft in Minsk, Belarus
Russische Delegation in Russlands Botschaft in Minsk, Belarus - SNA, 1920, 27.02.2022
Die russischen Vertreter werden auf die Antwort der Ukraine bezüglich des Treffens in Gomel bis 15.00 Uhr Ortszeit (13 Uhr MEZ) warten. Das teilte der Leiter der Delegation, Präsidentenberater Wladimir Medinski, lokalen Medien am Sonntag mit.
„Wir schlagen ruhig Folgendes vor: Es ist jetzt Mittag. Wir werden bis 15.00 Uhr hier bleiben und auf die Antwort der ukrainischen Seite warten, die ihre eigene Entscheidung, zu den Gesprächen nach Gomel zu kommen, bestätigt“, sagte der Delegationsleiter.
„Sobald wir diese Bestätigung erhalten, werden wir uns sofort dorthin begeben und unsere Verhandlungskollegen treffen. Wir sind für den Frieden. Sollten sie sich weigern zu verhandeln, wird die ukrainische Seite die ganze Verantwortung für das Blutvergießen tragen. Aber wir sind bis 15.00 Uhr hier und warten auf die Antwort der ukrainischen Seite.“
Mitglieder der Delegation sind neben Medinski Spitzenbeamte aus dem russischen Verteidigungsministerium sowie dem Außenministerium, der russische Botschafter in Belarus, Boris Gryslow, und der Vorsitzende des internationalen Ausschusses der Staatsduma, Leonid Slutzki.
Die russische Delegation traf heute Morgen zu den Gesprächen in Gomel ein. Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hatte zuvor erklärt, diese Stadt sei von der ukrainischen Seite selbst ausgewählt worden.
Dmitrti Peskow, Kreml-Pressesprecher - SNA, 1920, 27.02.2022
Pressesprecher Peskow: Gomel als Verhandlungsort von Ukraine ausgewählt
Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin auf Bitten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk eine Spezialoperation angekündigt, um ihnen Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten zu können. Die Gewalt seitens der Ukraine hat sich intensiviert, nachdem Russland die selbsternannten Donbass-Republiken am Montag als unabhängige Staaten anerkannt hatte.
Wladimir Putin begründete diese Entscheidung unter anderem damit, dass die Lage im Donbass kritisch geworden sei und dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe. Seit Monaten bringt Russland seine Besorgnisse über die Situation im Donbass zum Ausdruck. Vor einer Woche leitete das russische Ermittlungskomitee ein Verfahren wegen der im Donbass entdeckten Massengräber mit mindestens 295 Zivilisten ein. Die westlichen Staaten haben die entsprechenden Völkermordvorwürfe nicht unterstützt.
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