Nach Medienzensur auf Facebook: Google setzt Monetarisierung für russische Staatsmedien aus

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Google-Logo - SNA, 1920, 27.02.2022
Google hat die Monetarisierung für staatlich finanzierte Medien aus Russland auf seinen Plattformen und Apps, einschließlich YouTube, ausgesetzt. Darüber informierte die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag.
Demnach untersagte Google dem russischen staatlichem Medienunternehmen, Geld für Werbung auf ihren Websites, Apps und YouTube-Videos zu erhalten. Dazu gehören mehrere russische Kanäle, wie etwa RT, die mit den jüngsten EU-Sanktionen in Verbindung stehen. Diese Medien würden auch nicht in der Lage sein, Anzeigen über Google Tools zu kaufen oder Anzeigen in Google-Diensten wie der Suche und Gmail zu schalten, hieß es. Als Grund werden „außergewöhnliche Umstände“ genannt.
„Wir beobachten aktiv die neuen Entwicklungen und werden gegebenenfalls weitere Schritte unternehmen“, zitiert die Agentur den Google-Sprecher Michael Aciman.
Medienunternehmens Rossiya Segodnya, Moskau - SNA, 1920, 27.02.2022
Falschmeldungen im Namen von russischem Medienunternehmen im Facebook verbreitet – Pressedienst
Am Samstag hatte das Unternehmen Meta, Eigentümer von Facebook, das Verbot von Werbung und Monetarisierung für russische Staatsmedien angekündigt.

Sonderoperation Russlands

Am Donnerstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin auf Bitten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk eine Spezialoperation angekündigt, um ihnen Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten zu können. Die Gewalt seitens der Ukraine hat sich weiter intensiviert, nachdem Russland die selbsternannten Donbass-Republiken am Montag als unabhängige Staaten anerkannt hatte. Als Reaktion rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenski den Kriegszustand im Land aus und brach die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab.
Logo von RT (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.02.2022
YouTube blockiert die Inhalte des RT-Kanals in der Ukraine
Die beiden Seiten versuchen derzeit weiterhin, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Dazu traf am Sonntag eine russische Delegation in Gomel ein. Am Samstag lehnte die Ukraine Verhandlungen ab, weil die russische Seite unannehmbare Forderungen gestellt habe, sagte der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Michail Podoljak. Nun stimmte die Ukraine Gesprächen in der Region Gomel an der ukrainisch-belarussischen Grenze zu.
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