Keine Forderung nach Waffenniederlegung der Ukraine vor Verhandlungen – russisches Außenministerium

© SNA / Maksim Blinov / Zur BilddatenbankBelarussische und russische Soldaten bei gemeinsamen Übungen
Belarussische und russische Soldaten bei gemeinsamen Übungen  - SNA, 1920, 27.02.2022
Ein Vertreter des russischen Außenministeriums hat gegenüber lokalen Medien den Vorwurf dementiert, Russland hätte der Ukraine die Niederlegung von Waffen als Bedingung für die Verhandlungen in Gomel gestellt.
Laut dem Sprecher des Außenministeriums, Andrej Rudenko, der zur russischen Delegation in Gomel gehört, habe Russland keine Bedingungen gestellt, da es noch zu keinen Verhandlungen gekommen sei.

„Wir haben noch keine Verhandlungen mit ihnen geführt. Deshalb lasse ich all diese Gespräche auf dem Gewissen der Vertreter der Ukraine ruhen. Wenn es Verhandlungen geben wird, werden wir spezifisch etwas besprechen", bezog sich der Sprecher auf die Anschuldigungen.

Die russischen Vertreter kündigten an, bis 15.00 Uhr Ortszeit auf eine Antwort der Ukraine bezüglich des Treffens in Gomel zu warten. Kurz vor Verstreichen der Frist telefonierte der ukrainische Präsident Wladimir Selenski mit seinem belarussischen Amtskollegen Alexander Lukaschenko, der ihn laut Medienberichten zu einer Teilnahme bewegen konnte.
Selenski wollte zuerst nicht an den Verhandlungen mit Russland in Gomel teilnehmen, da Russland angeblich „im letzten Moment“ von der Ukraine forderte, die Waffen niederzulegen.

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