FIFA verbietet Länderspiele in Russland

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FIFA, Logo - SNA, 1920, 27.02.2022
Das Büro des Rates des Internationalen Fußballverbandes FIFA hat laut einer Mitteilung von Sonntag einstimmig die Abhaltung von Länderspielen in Russland verboten.
Eine solche Entscheidung sei in Abstimmung mit der UEFA und in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vor dem Hintergrund der russischen Militäroperation in der Ukraine getroffen worden, hieß es.
„Auf dem Territorium Russlands dürfen keine internationalen Wettbewerbe ausgetragen werden, wobei 'Heimspiele' auf dem neutralen Boden und ohne Zuschauer ausgetragen werden. Der Mitgliedsverband, welcher Russland vertritt, nimmt an allen Wettbewerben unter dem Namen die 'Russische Fußballunion' (RFS) und nicht 'Russland' teil. Bei den Spielen, an denen Mannschaften der Russischen Fußballunion teilnehmen, wird keine Flagge oder Hymne Russlands verwendet“, teilte die FIFA mit.
Diese Empfehlungen würden bis auf Weiteres gelten
Die FIFA werde ihren Dialog mit dem IOC, der UEFA und anderen Sportorganisationen fortsetzen, um weitere Maßnahmen oder Sanktionen, darunter einen möglichen Ausschluss von Wettbewerben, festzulegen, welche in naher Zukunft verhängt würden, falls sich die Situation nicht rasch verbessern würde.
Auch die Position der Rivalen der russischen Nationalmannschaft in den Play-offs in der Auswahl für die WM 2022 sei zur Kenntnis genommen worden. Man werde eine „angemessene und akzeptable Lösung“ finden.
Wie Medien am Sonntag berichteten, haben die Nationalmannschaften Polens, Schwedens und der Tschechischen Republik auf Playoff-Spiele gegen die russische Mannschaft verzichtet und die FIFA aufgefordert, diese aus der bevorstehenden Qualifikation zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 auszuschließen.

Sonderoperation in der Ukraine

Am Donnerstagmorgen hatte Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Insgesamt hat das russische Militär nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau 1067 militärische Infrastruktureinrichtungen, darunter 27 Kommandoposten und Kommunikationszentren, aber auch 38 Flugabwehr-Raketensysteme S-300, Buk M-1 und Osa (dt.: Wespe) sowie 56 Radarstationen zerstört.
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