Zahl der Vertriebenen aus Ukraine kann sieben Millionen überschreiten – EU-Kommission

© SNA / Aleksey Vitvitsky / Zur BilddatenbankEU-Gipfel in Brüssel
EU-Gipfel in Brüssel  - SNA, 1920, 27.02.2022
Die Europäische Kommission rechnet damit, dass infolge der russischen Militäroperation in der Ukraine die Zahl der Vertriebenen aus der Ukraine mehr als sieben Millionen betragen könnte.
„Die derzeit erwartete Zahl der vertriebenen Ukrainer liegt bei mehr als sieben Millionen“, sagte EU-Kommissar Janez Lenarcic am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Brüssel. Die Kommission habe deshalb bereits 90 Millionen Euro an Hilfsgeldern bereitgestellt.
Nach Angaben der EU-Kommission sind bereits etwa 300.000 Ukrainer in die EU gekommen. Die meisten von ihnen sollen biometrische Pässe haben, sodass sie sich bis zu 90 Tage ohne Visum in der EU aufhalten können. Die Mehrheit von ihnen sei von Verwandten empfangen worden, so EU-Kommissarin Ylva Johansson auf der Pressekonferenz. Die EU sollte sich ihr zufolge aber auf eine größere „Menschenflut vorbereiten, die kommen will und die von der EU willkommen geheißen werden sollte“.

Sonderoperation in der Ukraine

Am Donnerstagmorgen hatte Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
Inzwischen haben sich Russland und die Ukraine auf Verhandlungen geeinigt, die an der weißrussisch-ukrainischen Grenze stattfinden sollen.
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