Australien: Massive Überschwemmungen fordern sechs Menschenleben

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Überschwemmung (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.02.2022
Infolge der Überschwemmungen im Südosten Australiens sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Zeitung „The Sunday Morning Herald“ am Sonntag mit.
In einigen Gebieten sind die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten zu verzeichnen, der Brisbane River ist erneut über seine Ufer getreten. Am frühen Sonntagmorgen forderten die Überschwemmungen ein sechstes Todesopfer: Ein 34-jähriger Mann aus Moorooka starb bei dem Versuch, sein überflutetes Auto zu verlassen. Eines der sechs Todesopfer war eine angesehene Mitarbeiterin der Rettungsdienste, die auf dem Weg war, einer von der Flut gesperrten Familie zu helfen. Unter den Toten sind auch örtliche Volontäre und lokale Einwohner.
Der Meteorologe David Grant vom Bureau of Meteorology sagte, dass der Höchststand des Hochwassers in Gympie höher sein könnte als bei den Überschwemmungen im Jahr 1999.
„Das wird ein Fall sein, den es seit mindestens 20 bis 25 Jahren nicht mehr gegeben hat“, sagte er.
Ihm zufolge gilt praktisch für jeden Fluss in den zentralen und nördlichen Teilen von Südost-Queensland eine Hochwasserwarnung, aber besonders besorgniserregend sind die Flüsse an der Sunshine Coast. Das könne für viele Teile dort ein historisches Hochwasser sein, so Grant.
Mehrere Straßen bleiben von den Fluten abgeschnitten, und einige werden aufgrund von Erdrutschen und Schäden an der Straßenoberfläche noch länger gesperrt sein.
Alle Rettungsdienste sind im Einsatz, die Entscheidung wurde getroffen, mindestens 700 Menschen aus Teilen von Gympie zu evakuieren, bevor das Gebiet den höchsten Flutpegel seit den 1880er Jahren erreicht hat. Die Bewohner vom südöstlichen Queensland werden dringend gebeten, nach Möglichkeit in ihren Häusern zu bleiben, sofern sie nicht zur Evakuierung aufgefordert werden, und es wird dringend empfohlen, nicht durch die Fluten zu fahren.
Regen und Erdrutsche bei Rio de Janeiro am 15. Februar 2022 - SNA, 1920, 16.02.2022
Mindestens 23 Tote durch Regen und Erdrutsche bei Rio de Janeiro
Die Prognosen der Meteorologen geben keinen Grund für Optimismus. Für Montag werden für die Region weitere 100 bis 150 Millimeter Regen vorhergesagt, wobei für eine Reihe von Flüssen sowohl größere als auch kleinere Hochwasser erwartet werden.
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