„Wir haben massive Probleme“ – Vorsitzender des Bundeswehrverbands fordert sofortige Aufrüstung

© REUTERS / FABIAN BIMMERBundeswehr im Baltikum, 14. Februar 2022
Bundeswehr im Baltikum, 14. Februar 2022 - SNA, 1920, 26.02.2022
Angesichts der Eskalation der Ukraine-Krise hat sich der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, André Wüstner, den Forderungen nach einem Sofortprogramm zur Verbesserung der Ausrüstung der Bundeswehr angeschlossen.
Am Samstag bezog der Vorsitzende des Bundeswehrverbands im ZDF-„Morgenmagazin“ Stellung.

„Warten ist nicht mal mehr die zweitbeste Option“, so Wüstner.

Die Bundeswehr für ihren Auftrag auszustatten sei „Gebot der Stunde“, da es Versäumnisse gebe. Nichtsdestotrotz sei die Bundeswehr „motiviert“ ihre Partner an der Nato-Ostflanke zu unterstützen.

„Wir haben im Bereich Munition, Fahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge, Ersatzteile massive Probleme“, sagte Wüstner.

Politiker sollten „endlich aufwachen“ und sich in der Russlandpolitik neu ausrichten, aber auch die Aufstellung der Bundeswehr verbessern.

„Wir können ja nicht das liefern, was wir selbst nicht haben“, kommentierte Wüstner die ukrainischen Forderungen nach deutschen Waffen.

Auch der Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, kritisierte die deutsche Verteidigungspolitik der vergangenen Jahre. Das deutsche Militär sei lediglich bedingt einsatzbereit.
Flagge Russlands und der EU - SNA, 1920, 26.02.2022
EU-Sanktionspaket gegen Russland tritt in Kraft
Am Freitag erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), dass die Haltung der deutschen Bundesregierung, keine Waffen in die Ukraine zu schicken, unverändert bleibe.

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
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