Tschechien beschließt Rüstungsexporte an die Ukraine in Millionenhöhe

© REUTERS / ANTONIO BRONICUkrainische Soldaten
Ukrainische Soldaten - SNA, 1920, 26.02.2022
Angesichts der russischen Militäroperation in der Ukraine hat die tschechische Regierung beschlossen, den ukrainischen Forderungen nach Waffenlieferungen nachzukommen.
Laut internationalen Medienberichten verkündete die Verteidigungsministerin Jana Cernochova am Samstag die Entscheidung, Waffen im Wert von 188 Millionen tschechischen Kronen (rund 7,6 Millionen Euro) an das osteuropäische Land zu liefern.

„Die Regierung hat auf die Forderung der Ukraine nach weiterer militärischer Unterstützung, um sich gegen die russische Aggression zu verteidigen, reagiert. Die Tschechische Republik schickt der Ukraine Maschinengewehre, Maschinenpistolen, Scharfschützengewehre, Pistolen und Munition im Wert von 188 Millionen Kronen“, teilte das Auslandsprogramm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Tschechischen Republik „Radio Prague“ mit.

Das tschechische Verteidigungsministerium sei für die Zustellung verantwortlich und werde die Rüstungsgüter an einen von der ukrainischen Seite bestimmten Ort transportieren.
Flagge Russlands und der EU - SNA, 1920, 26.02.2022
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Mehrere Länder haben angesichts der Eskalation des Ukraine-Konflikts Waffenlieferungen an das Land zugestimmt.

So kündigte am Samstag auch das Verteidigungsministerium der Niederlande Rüstungsexporte in die Ukraine an. In kürzester Zeit sollen 200 Stinger-Flugabwehrraketen zugestellt werden.

Auch Länder wie Großbritannien, die USA, Polen, Litauen und Rumänien genehmigten Rüstungsexporte in Milliardenhöhe.

Am Freitag erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), dass die Haltung der deutschen Bundesregierung, keine Waffen in die Ukraine zu schicken, unverändert bleibe.

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
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