Unter Sanktionsdruck: Russland trifft Maßnahmen zum reibungslosen Ablauf seiner Wirtschaft

© SNA / Sergei Guneev / Zur BilddatenbankDer Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow
Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow  - SNA, 1920, 26.02.2022
Moskau ergreift Maßnahmen zum reibungslosen Ablauf der russischen Wirtschaft, und es gibt auch ein Potenzial dafür, wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Samstag erklärte.
„Jetzt wird eine zusätzliche Analyse und die Koordinierung der Arbeit auf der Ebene zuständiger Behörden benötigt. Selbstverständlich werden umgehend Maßnahmen zur Minimierung des Schadens durch diese Sanktionen und zu einem reibungslosen Funktionieren aller Branchen unserer Wirtschaft, der Systeme unserer Wirtschaft ergriffen. Es gibt alle Möglichkeiten und auch ein Potenzial dafür“, sagte Peskow gegenüber Journalisten.
Er fügte hinzu, dass dieses Potenzial im Voraus geschaffen worden sei. „Es wurde gerade für solche Situationen vorbereitet“, sagte Peskow.
Ihm zufolge ist Russland auf die Sanktionen des Westens gefasst. „Die Sanktionen sind recht gravierend. Das sind die Sanktionen, die in den vergangenen Tagen in Gang gesetzt wurden. Wir haben uns ernsthaft und im Vorhinein auf sie vorbereitet“, sagte der Kreml-Sprecher.
Die neuen Einschränkungen betreffen mehrere Großbanken Russlands, einschließlich der Sberbank und der VTB. Für mehrere Staatsunternehmen ist die Möglichkeit erschwert worden, ausländisches Kapital zu beschaffen. Auch die Lieferung von hochtechnologischen Erzeugnissen wurde mit Sanktionen belegt. Deutschland hat die Zertifizierung der Gaspipeline Nord Stream 2 gestoppt. Großbritannien verhängte ein Flugverbot für die russische Fluggesellschaft Aeroflot.
Flagge Russlands und der EU - SNA, 1920, 26.02.2022
EU-Sanktionspaket gegen Russland tritt in Kraft
Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am 21. Februar Erlässe über die Anerkennung der Souveränität der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Am 24. Februar hat Russland eine Spezialoperation zur Demilitarisierung der Ukraine gestartet. Als Antwort darauf begannen westliche Länder eine neue Drehung der Sanktionsspirale, die seit dem Jahr 2014 abgewickelt wird.
In den USA und im EU-Raum werden ab und zu die Forderungen laut, Russland vom internationalen Interbankensystem SWIFT abzuschalten. Allerdings besteht noch keine Einigung in dieser Frage.
Zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates Russlands, Dmitri Medwedew, warnend auf die Möglichkeit einer endgültigen Revision der Beziehungen zu den Ländern hingewiesen, die Sanktionen gegen Russland verhängt haben.
„Es ist an der Zeit, die Botschaften mit Scheunenschlössern zu verschließen und Kontakte weiter zu unterhalten, indem man einander nicht anders als durch Fernglas und Waffenvisier betrachtet“, fügte Medwedew hinzu.
Wie die russischen Behörden erklärten, haben sie einen Aktionsplan parat für den Fall, dass eine neue Sanktionswelle gegen Russland rollen sollte. Sie würden Unternehmen jedwede Hilfe erweisen und einen reibungslosen Ablauf der Wirtschaft sicherstellen, hieß es.
Die russischen Behörden arbeiten derzeit an Antwortmaßnahmen, deren Details noch nicht bekannt sind. Zu den bereits beschlossenen Antwortmaßnahmen gehört das Flugverbot für britische Airlines über Russland.
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