Mittelstand fordert Moratorium für Atomausstieg

CC0 / distelAPPArath / Pixabay / Atomkraftwerk (Symbolbild)
Atomkraftwerk (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.02.2022
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat die Bundesregierung vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts zu einem Energiemoratorium aufgefordert.
„Im Klartext heißt das, der staatlich forcierte Ausstieg aus der Kohle muss unverzüglich ausgesetzt werden, und die verbliebenen Kernkraftwerke müssen über das Jahresende hinaus am Netz bleiben”, sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der Deutschen Presse-Agentur.
„Andernfalls besteht die reale Gefahr eines flächendeckenden Blackouts. Eine hochindustrialisierte Volkswirtschaft wie Deutschland braucht eine verlässliche Energieversorgung mit einem Höchstmaß an Unabhängigkeit.”
Angesichts des Konflikts in der Ukraine zeige sich die Abhängigkeit und damit Verwundbarkeit Deutschlands in der Energieversorgung. Dies lasse zugleich weitere, massive Preissteigerungen für Privathaushalte und Unternehmen befürchten.
„Die Zeit des energiepolitischen Wunschdenkens ist vorbei. Die Bundesregierung muss ihre Energiepolitik den neuen Realitäten anpassen”, so Jerger.
Atomkraft (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.02.2022
Atomkraft könnte Schlüssel zu günstiger CO2-neutraler Energie sein – Studie
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte der „Sächsischen Zeitung” gesagt, die Ausstiegsbeschlüsse zu Kohle oder Atomkraft müssten neu diskutiert werden. Der frühere EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) forderte, die Stilllegungen der letzten Atomkraftwerke müssten zurückgestellt werden.
Drei Atomkraftwerke in Deutschland liefern bis Ende 2022 noch Strom, dann sollen sie vom Netz gehen und der Atomausstieg vollendet werden. Bis spätestens 2038 soll schrittweise der Kohleausstieg vollzogen werden, die Ampel strebt aber ein Vorziehen auf 2030 an.
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