Mitarbeiter russischer Botschaft in Bern erhalten Drohungen – Behörden verstärken Sicherheit

CC0 / TeeFarm / pixabayBlick auf Bern am Abend (Symbolbild)
Blick auf Bern am Abend (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.02.2022
Wegen der Drohungen gegenüber den Mitarbeitern der diplomatischen Vertretung Russlands in der Schweiz haben die lokalen Behörden die Schutzmaßnahmen für die russische Botschaft in Bern verstärkt. Das teilte der Sprecher der Vertretung, Wladimir Chochlow, am Samstag mit.
„Im Zusammenhang mit den eingegangenen Drohungen gegen das Personal hat die russische Botschaft die zuständigen Schweizer Behörden gebeten, angemessene Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen“, wird Chochlow von der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti zitiert. Die Schweizer Behörden hätten umgehend auf das Ersuchen der russischen Seite reagiert, und die Sicherheit der diplomatischen Mission sei verstärkt worden.
Eine Person schaut aus einem Gebäude in Kiew, Ukraine, am 26. Februar 2022.  - SNA, 1920, 26.02.2022
Ukrainische Buk-Rakete trifft Haus in Kiew – Russisches Verteidigungsministerium
Zuvor war eine Schule an der russischen Botschaft in Warschau mit roter Farbe beschmiert worden.

Sonderoperation Russlands

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin auf Bitten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk eine Spezialoperation angekündigt, um ihnen Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten zu können. Die Gewalt seitens der Ukraine hat sich intensiviert, nachdem Russland die selbsternannten Donbass-Republiken am Montag als unabhängige Staaten anerkannt hatte.
SWIFT-Logo vor dem Hintergrund der Nationalflagge Russlands (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.02.2022
„Der russischen Regierung richtig wehtun“ – SPD-Politikerin fordert SWIFT-Ausschluss Russlands
Wladimir Putin begründete diese Entscheidung unter anderem damit, dass die Lage im Donbass kritisch geworden sei und dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe. Seit Monaten bringt Russland seine Besorgnisse über die Situation im Donbass zum Ausdruck. Vor einer Woche leitete das russische Ermittlungskomitee ein Verfahren wegen der im Donbass entdeckten Massengräber mit mindestens 295 Zivilisten ein. Die westlichen Staaten haben die entsprechenden Völkermordvorwürfe nicht unterstützt.
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