Demonstranten fordern SWIFT-Ausschluss Russlands vor deutscher Botschaft in Litauen

© SNA / Liudmila KotlyarovaEine ukrainische Vertreterin von „Vitsche Berlin“ tritt auf der Demonstration auf Ukrainisch auf.
Eine ukrainische Vertreterin von „Vitsche Berlin“ tritt auf der Demonstration auf Ukrainisch auf. - SNA, 1920, 26.02.2022
In Litauen haben mehrere Personen vor der deutschen Botschaft gegen die Entscheidung der Bundesregierung protestiert, einen Ausschluss Russlands aus dem internationalen Banken-Kommunikationsnetzwerk SWIFT vorerst abzulehnen.
Verschiedene litauischen Medien berichteten von der Versammlung.
Laut der in Riga gegründeten Zeitung „Baltic News“ sollen sich am Samstag etwa 100 Personen vor der deutschen Botschaft in Vilnius versammelt haben, um gegen die Haltung der Bundesregierung zu protestieren.
Auf Plakaten drückten die Demonstranten der Ukraine ihre Unterstützung aus und forderten einen sofortigen SWIFT-Ausschluss Russlands. Einige sollen ukrainische und litauische Flaggen bei sich getragen haben.
SWIFT-Logo vor dem Hintergrund der Nationalflagge Russlands (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.02.2022
„Der russischen Regierung richtig wehtun“ – SPD-Politikerin fordert SWIFT-Ausschluss Russlands
Angesichts der Eskalation des Ukraine-Konflikts beschloss die EU ein Sanktionspaket gegen Russland, das jetzt in Kraft getreten ist. Es betrifft vor allem den Finanzsektor, Verkehrssektor, die Energieversorgung und den Verteidigungssektor. Den Wirtschafts- und Finanzsanktionen schlossen sich auch andere Staaten an wie die USA, Großbritannien und Georgien.

Angesichts der russischen Militäroperation in der Ukraine forderten zahlreiche Politiker aus verschieden Ländern einen Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem für Interbank-Zahlungen und die Übermittlung von Finanzinformationen (SWIFT). Bundeskanzler Olaf Scholz sprach sich gegen einen solchen Schritt aus, man müsse noch Sanktionsmöglichkeiten zurückhalten „für eine Situation, wo das notwendig ist“. Auch andere Länder, beispielsweise Österreich, Ungarn und Zypern, lehnen die Maßnahme ab. Befürchtet werden vor allem negative Folgen für die europäische Wirtschaft im Fall einer Einführung schärferer Sanktionen.
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