Bundesregierung investiert seit 2016 4,6 Milliarden Euro in Förderung von E-Autos

© AP Photo / Kirsty WigglesworthEin Elektroauto in London
Ein Elektroauto in London - SNA, 1920, 26.02.2022
Die Bundesregierung hat als Beitrag zur Emissionsreduzierung seit 2016 rund 4,6 Milliarden Euro in die Förderung von Elektroautos investiert.
Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) berichtete von den Ausgaben unter Berufung auf eine ihr vorliegende Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.

Demnach flossen 798 Millionen Euro allein in Elektroautos des Unternehmens Volkswagen. Knapp 441 Millionen Euro wurden für den Kauf von elektrisch betriebenen Renaults ausgezahlt, 406 Millionen Euro für Autos von Mercedes und 339 Millionen Euro für Fahrzeuge der Marke BMW. Staatliche Prämien für den Kauf von Tesla-Elektroautos betrugen insgesamt 304 Millionen Euro, für den Kauf von Fahrzeugen der Marke Hyundai weitere 296 Millionen Euro.

Seit 2016 seien insgesamt 965.000 Anträge genehmigt und Prämien ausgezahlt worden. Die meisten im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen (rund 252.000). In allen fünf ostdeutschen Bundesländern zusammen wurde der Kauf von knapp 88.000 Fahrzeugen gefördert.
Volkswagen-Logo (Archiv)  - SNA, 1920, 25.02.2022
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Kritik an der Finanzierung

Die enormen Förderungssummen ernteten jedoch auch Kritik, beispielsweise vom Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch, der die hohen Kosten für den Steuerzahler kritisierte.

„Es kann nicht sein, dass die pendelnde Brandenburger Krankenschwester mit ihrer Tankrechnung den Neuwagen des Münchner Chefarztes mitfinanzieren muss“, so der Linken-Politiker gegenüber der DPA.

Die Autokonzerne sollten selbst Kaufanreize setzen, nicht die Steuerzahler.
„Mit dem Geld könnten die Bürger bei den Energiekosten entlastet werden“, äußerte Bartsch.
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