BND-Chef Kahl von Spezialeinheit aus Kiew evakuiert – Medienbericht

© AFP 2022 / JOHN MACDOUGALLBruno Kahl hält eine Rede bei der offiziellen Eröffnungsfeier des BND-Gebäudes am 8. Februar 2019 in Berlin.
Bruno Kahl hält eine Rede bei der offiziellen Eröffnungsfeier des BND-Gebäudes am 8. Februar 2019 in Berlin. - SNA, 1920, 26.02.2022
Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, der sich zu Beginn der russischen Sonderoperation in der Ukraine in Kiew befand, ist in höchster Not aus dem Land gerettet worden. Darüber informierte die Zeitschrift „Focus“ am Freitagabend.
Demnach war der Geheimdienstchef vor mehreren Tagen in die ukrainische Hauptstadt gereist, um Hintergründe der Situation mit seinen ukrainischen Kollegen zu erörtern. Die Evaluierungseinheit, die Diplomaten und Verbindungsleute des BKA am Donnerstag in Sicherheit brachte, konnte Kahl nicht rechtzeitig erreichen. Deshalb musste ihn eine eigene Spezialabteilung des BND aus dieser gefährlichen Lage retten.
Blick auf Bern am Abend (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.02.2022
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Am Freitagnachmittag soll der BND-Chef nach Informationen der Zeitschrift in Richtung Polen unterwegs gewesen sein. In einer Mitteilung des BND hieß es am Nachmittag zu Kahl: „Inzwischen hat er einen Grenzübergang erreicht. Er ist wieder in der EU und wird noch heute in Berlin erwartet.“

Sonderoperation Russlands

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin auf Bitten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk eine Spezialoperation angekündigt, um ihnen Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten zu können. Die Gewalt seitens der Ukraine hat sich intensiviert, nachdem Russland die selbsternannten Donbass-Republiken am Montag als unabhängige Staaten anerkannt hatte.
Der russische Präsident Wladimir Putin und der Präsident von Kirgisistan, Sadyr Schaparow  - SNA, 1920, 26.02.2022
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Wladimir Putin begründete diese Entscheidung unter anderem damit, dass die Lage im Donbass kritisch geworden sei und dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe. Seit Monaten bringt Russland seine Besorgnisse über die Situation im Donbass zum Ausdruck. Vor einer Woche leitete das russische Ermittlungskomitee ein Verfahren wegen der im Donbass entdeckten Massengräber mit mindestens 295 Zivilisten ein. Die westlichen Staaten haben die entsprechenden Völkermordvorwürfe nicht unterstützt.
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