Ziel russischer Spezialoperation ist Befreiung der Ukrainer von Unterdrückung – Lawrow

© SNA / Evgeny OdinokowDer russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen in Moskau mit dem Außenminister der LVR, Vladislav Deinego, und dem Ersten Stellvertretenden Außenminister der DNR, Sergej Peresada
Der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen in Moskau mit dem Außenminister der LVR, Vladislav Deinego, und dem Ersten Stellvertretenden Außenminister der DNR, Sergej Peresada - SNA, 1920, 25.02.2022
Russland führt eine Militäroperation in der Ukraine durch, damit die Ukrainer von der „Unterdrückung der Nazifizierung” befreit werden und dann frei ihre Zukunft bestimmen könnten. Dies erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Freitag.
„In Übereinstimmung mit unseren Verpflichtungen als Verbündete hat Präsident Putin beschlossen, eine spezielle Militäroperation zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine durchzuführen, damit die Ukrainer, befreit von dieser Unterdrückung, ihre Zukunft frei bestimmen können”, sagte Lawrow bei einem Treffen mit Vertretern der Außenministerien der Volksrepubliken Lugansk und Donezk.
Er warf dem Westen vor, Augen vor den Kriegsverbrechen Kiews jahrelang verschlossen und „stillschweigend die rasche Entwicklung des Neonazismus und der Russophobie gefördert” zu haben.
Die Vertreter der „sogenannten Weltgemeinschaft” würden jetzt die Tatsache leugnen, dass heute in der Ukraine Völkermord betrieben werde.
Außerdem nahmen westliche Staaten laut Lawrow Kiews Seite bei der „Sabotage und Zerstörung” der Minsker Vereinbarungen.
„Die Nato und die Europäische Union deckten Kiew auch in den letzten Wochen, als es sich schließlich daranmachte, die Volksrepublik Donezk und die Volksrepublik Luhansk gewaltsam zu erobern, verkündete, dass es für die Ukraine keine Alternative zum Nato-Beitritt gebe, und begann mit der Beschaffung von Atomwaffen zu drohen”, sagte der Außenminister weiter.
Es sei unter anderem diese Unterstützung seitens des Westens, dass die Ukraine „in die Tragödie” gestürzt habe. Die „Schamlosigkeit” des Westens habe alle Grenzen überschritten, meinte Lawrow.
Für das Scheitern der Verhandlungen über die Sicherheits machte Lawrow den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski verantwortlich. Darüber hinaus fand er, dass der ukrainische Staatschef bei seiner Ankündigung lügt, zu Verhandlungen über den neutralen Status der Ukraine bereit zu sein.
Zu den Verpflichtungen des Budapester Memorandums aus dem Jahr 1994 sagte Lawrow:
„Ich hoffe, alle haben das Budapester Memorandum gelesen. Es gibt dort keine Verpflichtung, Staatsstreiche anzuerkennen, es gibt keine Verpflichtung, einem Regime die Hand zu reichen, das Völkermord gegen einen Teil des eigenen Volkes erklärt”.
Russland sei aber an der Unabhängigkeit der Ukraine interessiert und werde ihre Entmilitarisierung gewährleisten, versicherte Lawrow.
Russland sei zu Verhandlungen bereit, sobald ukrainische Streitkräfte ihre Waffen niederlegen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала