Berichte: Ukraine zu Verhandlungen mit Russland über neutralen Status bereit

© SNA / Ilja Pitalew / Zur BilddatenbankEin Wegweiser nach Kiew in Donezk
Ein Wegweiser nach Kiew in Donezk - SNA, 1920, 25.02.2022
Der Berater des Büroschefs des ukrainischen Präsidenten, Michail Podoljak, hat angeblich die Bereitschaft Kiews angekündigt, in Verhandlungen mit Russland über einen neutralen Status der Ukraine einzusteigen. Eine entsprechende Mitteilung liegt einer Reihe von Medien vor, darunter RBK.
„Die Ukraine ließ immer und lässt jetzt Raum für Verhandlungen. Auch derzeit, als Russland eine großangelegte Invasion begonnen hat. Dieser Krieg muss beendet werden. Diese Kämpfe müssen beendet werden”, zitieren Medien den Berater.
Präsident Selenski habe keine Bereitschaft europäischer Staaten gesehen, „mit uns zu kämpfen und die Ukraine in der Nato zu sehen”, sagte demnach Podoljak. Das heiße, dass sie Angst hätten – die Ukraine aber habe „keine Angst”, darunter auch nicht vor einem Gespräch mit Russland über einen neutralen Status und Garantien.
„Wir haben heute aus Moskau gehört, dass sie reden wollen. Wenn sie über einen neutralen Status reden wollen, haben wir keine Angst vor einer solchen Diskussion. Die Frage ist nur, wer wie in der Lage sein wird, die Sicherheit der Ukraine und die Umsetzung der Vereinbarungen zu garantieren“, so Podoljak.
Auch ukrainische Medien wie die Nachrichtenagentur Unian übermittelten die Mitteilung von Podoljak.
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Ukraine hat Kontrolle über Schlangeninsel bei Odessa verloren – Ukrainischer Grenzschutz
Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk angekündigt. Dies sei eine Antwort auf entsprechende Bitten der Volksrepubliken, Beistand bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte zu leisten. Dabei versicherte Putin, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. „Russland kann sich nicht sicher fühlen, sich entwickeln und mit einer ständigen Bedrohung seitens der Ukraine existieren“, sagte der russische Präsident am frühen Donnerstagmorgen.
Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge werden zivile Objekte auf dem Territorium der Ukraine nicht angegriffen. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die friedliche Bevölkerung habe nichts zu befürchten, hieß es.
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