Selenski bittet „Bukarest Neun“ um Hilfe und wünscht sich eine „Anti-Kriegs-Koalition“

© AP Photo / Riccardo PareggianiWladimir Selenski spricht auf einer Medienkonferenz im Europa-Gebäude in Brüssel (Archivbild)
Wladimir Selenski spricht auf einer Medienkonferenz im Europa-Gebäude in Brüssel (Archivbild) - SNA, 1920, 25.02.2022
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski hat sich nach eigenen Worten an die „Bukarest Neun“ mit der Bitte gewandt, der Ukraine Verteidigungshilfe zu erweisen und Sanktionen gegen Russland zu verhängen.
„Wir verteidigen unsere Freiheit und unser Land. Aber wir brauchen eine tatkräftige internationale Hilfe. Ich habe das mit @AndrzejDuda (Polens Präsident Andrzej Duda – Anm. d. Red.) besprochen. Ich wandte mich an die Bukarest Neun hinsichtlich der Verteidigungshilfe und der Sanktionen“, schrieb Selenski auf Twitter.
Die „Bukarest Neun“ umfasst Staaten von Mittel- und Osteuropa: Bulgarien, Ungarn, Estland, Litauen, Lettland, Polen, Rumänien, die Slowakei und Tschechien.
Selenski plädierte für die Bildung einer „Anti-Kriegs-Koalition“.
„Wir müssen Russland gemeinsam an den Verhandlungstisch bringen. Wir brauchen eine Anti-Kriegs-Koalition“, schrieb Selenski in seinem Mikroblog weiter.
Der ukrainische Präsident hatte bereits am Freitag erklärt, dass die Ukraine allein bleibe, die Weltmächte die Situation aus Distanz beobachteten und die am Vortag verhängten Sanktionen „unzureichend“ seien.
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski gibt eine Pressekonferenz. Kiew, 24. Februar 2022 - SNA, 1920, 24.02.2022
Selenski schlägt Russland „Rückkehr zu friedlichem Weg“ vor
Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte am Donnerstagmorgen eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk an. Russland habe demnach nicht vor, die Ukraine zu besetzen. Die russische Armee werde jedoch auf Bitten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten, erklärte Putin.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führt Russland hochpräzise Angriffe gegen militärische Objekte in der Ukraine durch, greift aber die Städte des Landes nicht an. Es bestehe demnach keine Gefahr für Zivilisten.
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