Putins Rede in Krisensitzung zu Ukraine-Konflikt zusammengefasst

© SNA / Alexej Nikolski / Zur BilddatenbankSitzung des Nationalen Sicherheitsrates Russlands. Präsident Wladimir Putin führt Vorsitz. Moskau, 21. Februar 2022
Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates Russlands. Präsident Wladimir Putin führt Vorsitz. Moskau, 21. Februar 2022 - SNA, 1920, 25.02.2022
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich am Freitag in einer Krisensitzung zur Lage im Ukraine-Konflikt geäußert.
In erster Linie hat er das ukrainische Militär aufgefordert, die Macht im Land selbst in die Hand zu nehmen.
„Es sieht so aus, als würden wir uns mit euch leichter einigen als mit dieser Bande von Drogensüchtigen und Neonazis, die sich in Kiew niedergelassen und das gesamte ukrainische Volk als Geisel genommen haben“, sagte er in einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates.
Außerdem rief Putin die ukrainischen Soldaten dazu auf, nicht zuzulassen, dass radikalisierte Kämpfer Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzen.
Laut Putin setzen die Nationalisten in der Ukraine ihren Widerstand auf Drängen ausländischer Experten, vor allem US-amerikanischer Berater, fort. Dafür gebe es glaubwürdige Belege, sagte der Staatschef.
Der russische Präsident hat sich am Freitag bereit erklärt, eine Delegation nach Minsk zu schicken, um mit der Ukraine zu verhandeln. Zuvor signalisierte der ukrainische Staatschef Wladimir Selenski eine Bereitschaft, über den neutralen Status der Ukraine zu verhandeln. Dabei bat er Putin, in Verhandlungen einzusteigen.
Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte daraufhin gegenüber Journalisten: „Nach einer kurzen Pause haben die Ukrainer erklärt, dass sie die Idee mit Minsk noch einmal überdenken und jetzt nach Warschau wollen. Und danach haben sie den Kontakt komplett abgebrochen und eine Pause eingelegt. Und diese Pause dauert ziemlich lange.“
Leider werde diese Pause von der Tatsache begleitet, dass die Nationalisten die Mehrfachraketenwerfersysteme in ukrainischen Großstädten stationieren würden, hieß es weiter.
„Wir halten diese Situation für äußerst gefährlich“, betonte Peskow.
Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, teilte am Freitagabend mit, dass sich die ukrainische Seite weigere, zu verhandeln, und habe vorgeschlagen, das Thema auf Samstag zu verschieben.

Militäroperation zum Schutz des Donbass

Russland hatte eine Operation zur Demilitarisierung der Ukraine am frühen Donnerstagmorgen begonnen, nachdem die Führungen der von Russland mittlerweile anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk Russland um Hilfe ersucht hatten.
„Die Umstände haben entschlossene unaufschiebbare Handlungen erforderlich gemacht.“ Für das weitere Blutvergießen werde das ukrainische Regime verantwortlich sein, sagte Putin und rief die ukrainischen Militärs auf, verbrecherische Befehle der Kiewer Machthaber nicht zu erfüllen, die Waffen zu strecken und nach Hause zu gehen.

Westen verhängt Sanktionen gegen Russland

Unterdessen drehen westliche Länder weiter an der Sanktionsspirale. Betroffen wurden einige Großbanken in Russland, darunter die Sberbank und die VTB Bank. Für mehrere Staatskonzerne wurde der Zugang zum ausländischen Finanzmarkt erschwert. Die Bundesregierung stoppte die Zertifizierung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2. Großbritannien sperrte seinen Luftraum für Flugzeuge der größten russischen Airline Aeroflot.
Die russischen Behörden konzipieren Gegensanktionen. Am Donnerstag wurde der Luftraum über Russland für britische Airlines gesperrt. Weitere Details sind noch nicht bekannt.
Timon Dzienus von der Grünen Jugend hält eine Rede für die Ukraine. - SNA, 1920, 25.02.2022
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