Putin an ukrainisches Militär: Nehmt die Macht in eigene Hände

© REUTERS / ANTONIO BRONICUkrainische Soldaten
Ukrainische Soldaten - SNA, 1920, 25.02.2022
Der russische Präsident Wladimir Putin hat das ukrainische Militär aufgefordert, die Macht im Land selbst in die Hand zu nehmen.
„Es sieht so aus, als würden wir uns mit euch leichter einigen als mit dieser Bande von Drogensüchtigen und Neonazis, die sich in Kiew niedergelassen und das gesamte ukrainische Volk als Geisel genommen haben“, sagte er.
Außerdem rief Putin die ukrainische Soldaten dazu auf, nicht zuzulassen, dass radikalisierte Kämpfer Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzen.
Der russische Präsident hat sich am Freitag bereit erklärt, eine Delegation nach Minsk zu schicken, um mit der Ukraine zu verhandeln. Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenski kündigte früher am Tag seine Bereitschaft an, über den neutralen Status der Ukraine zu sprechen. Dabei bat er Putin, in Verhandlungen einzusteigen.
Kiew zieht derzeit nach Angaben des Kreml-Sprechers Dmitri Peskow Warschau als Verhandlungsort in Erwägung.
„Nach einer kurzen Pause haben die Ukrainer erklärt, dass sie die Idee mit Minsk noch einmal überdenken und jetzt nach Warschau wollen. Und danach haben sie Kontakt komplett abgebrochen und eine Pause eingelegt. Und diese Pause dauert ziemlich lange“, sagte Peskow am Freitagabend vor Journalisten.
Russlands Präsident Wladimir Putin hält eine Ansprache an die Bürger Russlands und an die Landsleute im Ausland. Moskau, 21. Februar 2022 - SNA, 1920, 25.02.2022
Nationalisten in Ukraine hetzen örtliches Militär auf – Putin

Spezialoperation Russlands

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk angekündigt. Dies sei eine Antwort auf entsprechende Bitten der Volksrepubliken, Beistand bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte zu leisten.
Dabei versicherte Putin, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. „Russland kann sich nicht sicher fühlen, sich entwickeln und mit einer ständigen Bedrohung seitens der Ukraine existieren“, sagte der russische Präsident am frühen Donnerstagmorgen.
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