Nasa: Neue Sanktionen beeinflussen nicht Zusammenarbeit von USA und Russland im Weltraum

© NASAInternationale Raumfahrtstation (ISS)
Internationale Raumfahrtstation (ISS) - SNA, 1920, 25.02.2022
Nasa setzt die Kooperation mit allen ihren internationalen Partnern, darunter auch mit der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, fort und nimmt an, dass sich neue US-Sanktionen nicht auf diese Partnerschaft auswirken werden. Diese Auffassung vertrat ein Sprecher der US-Raumfahrtbehörde gegenüber CNN am Freitag.
„Wir arbeiten mit unseren internationalen Partnern, einschließlich der Roskosmos, weiter zusammen, um einen sicheren Betrieb der ISS zu gewährleisten“, so der Nasa-Vertreter.
Ihm zufolge werden die neuen Sanktionen der USA im Bereich der Exportkontrolle nicht die russisch-amerikanische Zusammenarbeit im Bereich des zivilen Weltraums beeinflussen. „Es sind keinerlei Veränderungen in der Nasa-Unterstützung für die laufenden Operationen im Orbit geplant“, fügte er hinzu.
Zuvor äußerte der Generaldirektor der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, seine Besorgnis darüber, dass ein unkontrollierter Abstieg der ISS aus dem Orbit und ihr Absturz in den USA oder Europa zu erwarten sei, sollten die Sanktionen die Zusammenarbeit mit Russland betreffen. „Es gibt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die 500-Tonnen-Konstruktion über Indien und China abstürzt.“
Die neuen Sanktionen könnten „unsere Zusammenarbeit“ auf der Internationalen Weltraumstation „zerstören“, sagte Rogosin.
Nachdem US-Präsident Joe Biden am Donnerstag neue Sanktionen angekündigt hatte, die „ihre (russische) Luft- und Weltraumbranche, einschließlich des Weltraumprogramms, degradieren lassen würden“, schrieb Rogosin auf Twitter, dass die Raumstation und ihre Lage im Weltraum von russischen Triebwerken kontrolliert würden.
An Bord der Raumstation sind jetzt vier Nasa-Astronauten, zwei russische Kosmonauten und ein europäischer Astronaut eingesetzt.
Russischer Kosmonaut Nikolai Tschub  - SNA, 1920, 22.01.2022
USA verweigern russischem Kosmonauten Visum – Roskosmos spricht von „gefährdeter ISS-Sicherheit“
Am 21. Februar hat Russland die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk als unabhängige Staaten anerkannt. Präsident Wladimir Putin begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe.
Am Donnerstagmorgen kündigte Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk an. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Russland habe nicht vor, die Ukraine zu besetzen, die russische Armee werde jedoch auf Bitten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten, erklärte Putin.
Er rief die ukrainischen Militärs dazu auf, „kriminelle Befehle“ der ukrainischen Behörden nicht auszuführen, die Waffen niederzulegen und nach Hause zurückzukehren. Moskau plane nicht, „ukrainische Gebiete zu besetzen“, sagte er.
Angesichts des Militäreinsatzes im Donbass brach der ukrainische Präsident am Donnerstag die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab. Am Freitag erklärte sich Selenski jedoch zu Verhandlungen mit Russland bereit.
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