Moskau: Molotow-Cocktail gegen Polizist bei nicht genehmigter Demo – Festnahme und Ermittlungen

© SNA / Liudmila KotlyarovaRussische Demonstrantinnen halten eine russische Flage mit den Wörtern "Wir sind gegen Krieg"
Russische Demonstrantinnen halten eine russische Flage mit den Wörtern Wir sind gegen Krieg - SNA, 1920, 25.02.2022
Bei nicht genehmigten Versammlungen in der russischen Hauptstadt hat die Polizei am Donnerstag 600 Personen festgenommen. Gegen eine Frau wird ermittelt, sie soll einen Molotow-Cocktail auf einen Beamten geworfen haben.
Staatliche Behörden machten keine genaueren Angaben zu dem Hintergrund der Kundgebungen. Laut Medienberichten richten sich diese gegen die russischen Militäroperationen in der Ukraine.

Die Pressestelle des Moskauer Innenministeriums berichtete am Donnerstagabend von der Festnahme der Teilnehmer an den Protestversamlungen. Demnach wurden 600 Personen wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung verhaftet.

In Folge der Proteste wurde Strafverfahren gegen eine Frau eingeleitet, die einen Molotow-Cocktail auf einen Beamten geworfen haben soll. Eine Vertreterin des russischen Untersuchungskomitees berichtete SNA von dem Tatverdacht. Gegen die 1999 geborene Frau wird wegen Androhung von Gewalt gegen einen Strafverfolgungsbeamten ermittelt.

Zuvor warnten Russlands Behörden vor rechtlichen Konsequenzen für die Organisation und Beteiligung an nicht genehmigten Veranstaltungen.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen in Moskau mit dem Außenminister der LVR, Vladislav Deinego, und dem Ersten Stellvertretenden Außenminister der DNR, Sergej Peresada - SNA, 1920, 25.02.2022
Ziel russischer Spezialoperation ist Befreiung der Ukrainer von Unterdrückung – Lawrow
Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk verkündet. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus. Der russische Präsident versicherte, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die zivile Bevölkerung habe nichts zu befürchten, berichtete das Verteidigungsministerium in Moskau.
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